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UMTS - eine feine
Sache, besonders für alle, die auf DSL und Co kaum hoffen können.
Allerdings gibt es da einige unschöne Dinge, die den UMTS Empfang
beeinträchtigen. Vorab
gleich gesagt: Keine Panik, wenn es nicht sofort
funktioniert. UMTS ist mit rund 2000 MHz rund 2-4 x höher als
Fernsehfrequenzen und jeder, der schon einmal eine
Fernseh-Zimmerantenne ausgerichtet hat weiß, wie schnell sich das
Ergebnis ändern kann. Und bei UMTS (besser UMTS Frequenzbereich) ist
das noch viel aufwendiger... UMTS
und sein Frequenzbereich:
-
Wie schon gesagt,
UMTS liegt bei rund 2000 MHz
-
Die
Wellenausbreitung in diesem Frequenzbereich ist schon "sehr
ähnlich wie bei Licht" ... und wo viel Licht, da auch viel
(Funk) Schatten
Mein Provider hat
gesagt...
das es an ihren Standort
funktioniert, weil das so in einer Karte aufgeführt ist!
aber bei ihnen zuhause
funktioniert UMTS nicht, oder nicht richtig!
-
Wie schon gesagt,
UMTS hat einen Frequenzbereich, der es weniger mag, z.B. in
Gebäude, etc. einzudringen. Dadurch kann draussen eine
Netzabdeckung funktionieren, aber im Gebäude schlägt das mit
den "Funkschatten" zu
-
Das kann man nicht
genau vorhersehen und wenn man es ganz genau nimmt, müsste man
fast jeden Standort für sich betrachten und auswerten.
(metergenau!)
Eine
externe Antenne löst mein Problem!
- vielleicht!
- Grundsätzlich
kann man sagen, das die Wahrscheinlichkeit steigt, das UMTS mit
einer externen Antenne funktioniert.
- Je
freier die "Sicht" für die Antenne zum Turm und
kürzer in der Entfernung, desto besser.
- Aber:
Die Antenne muss die Möglichkeit haben, den "Funkturm zu
sehen". (naja, quasi... :-)
Ich mag es lieber elegant...
Aussenantenne - nein danke...!
- hm,
DAS könnte ins Auge gehen, denn: Wie schon gesagt, in Gebäuden
ist die Wellenausbreitung oft weitaus schlechter als draussen...
und wo viel Licht, da viel Funk... !
- Hier
gilt: 50/50, Testen, Glück haben. Wenn es drinnen
funktioniert - ohne externe Antenne, dann kann eine externe
Zimmerantenne nicht schaden. Wenn nix geht, dann ist eine
Zimmerantenne ein "50/50" Spiel...
OK, ich kaufe mir die goilste
UMTS der Antenne der Welt - wollen doch mal sehen!!
- fein!
Der Lieferant wird sich freuen!
Sinnvoll?
hm? eher weniger, weil:
- Antennen
Gewinn ist NICHT ALLES und ist auch kein
Universalindikator zum Feststellen, ob eine Antenne besser ist,
als eine andere. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle.
- Gewinn relativ
ist! Ist die Vergleichsantennen auch sehr gut, so hat die
Antenne wenig Gewinn, ist der Vergleichsantennen nicht so
leistungsfähig, so hat die (verglichene) Antenne mehr
Gewinn!
- Damit sind
viele Gewinnangaben bei Antennen leider völlig für´n
A...h. ...
- Das
UMTS System hat u.a. auch eine Laufzeitenmessung. Das
bedeutet: Ist man zu weit vom Funkturm weg, so nützt auch
eine "Mörderantenne" nichts, da der UMTS Turm eine
Verbindung NICHT nur nach der Signalstärke beurteilt, sondern
u.a. auch nach der Entfernung zwischen UMTS Karte (Handy, Box,
etc.) und Funkturm!
OK - jetzt aber! Ich hol mir eine
"Verstärkerantenne" !!
Nur mal so! Es gibt:
Geschmacksverstärker, Gitarrenverstärker, Empfangsverstärker (z.B.
für Rundfunk und TV) und meinetwegen auch Antennen für (Empfangs)-Verstärker
- ABER KEINE VERSTÄRKERANTENNEN!! NEIN NEIN, die gibt es NICHT!!!
Dat is ein Kunstwort ausse Werbung!!!
und was ist mit
HSDPA?
- Ob
UMTS oder HSDPA, es können die selben Antennen genutzt werden!
- HSDPA
erfordert allerdings - neben einer guten Verbindung - noch
diverse weitere Vorraussetzungen. Somit nicht nur eine Frage der
Antenne!
Und bei schneller oder langsamer
Übertragungsgeschwindigkeit?
- ist
der Antenne völlig egal! Also: WIE SCHNELL die Übertragungsart
ist, ist der Antenne egal!! Es muss nur der Frequenzbereich
passen.
Viel Gewinn - viel gut!?
- Theoretisch
ja, praktisch eine grosse Stolperfalle! Gewinn ist nichts
anderes als ein VERGLEICH zwischen Antennen untereinander
! Ohne vernüftige Vergleichsangaben sind also Gewinnangeben
sehr wenig wert! (es ist kein Problem aus einer 9dB Antenne 0 dB
oder umgekehrt zu machen...)
Wie genau muss eine Richtantenne
ausgerichtet werden?
- Nicht
so genau wie ein Sat-Spiegel. Ca. Richtung ist schon ok.
(Ausprobieren, da auch antennenabhängig, Modell)
Warum geht GPRS oft besser?
- weil
GPRS ein Paketdatendienst ist, der im GSM Bereich läuft und
hier u.a. ja schon eine andere Funkturmsituation vorliegt.
Weniger Antennenkabel = weniger
Verluste !?!
- stimmt,
nur: Längen bis ca. 8m sind noch im rahmen zwischen Verlust und
Nutzwert. Kürze Längen haben zwar weniger Kabelverluste, sind
aber oft unpraktisch in der Verlegung.
- Sehr
teuere Kabel mit grossem Kabeldurchschnitt sind zwar besserm
aber leider muss man hier fast immer mit zwei oder mehr
Adapterkabeln arbeiten. Und das kostet auch wieder Leistung...
- ab
ca. 15m wird es schon kritischer...
Rundstrahler oder Richtantenne?
- wenn
Versorgung an sich gut, geht auch ein Rundstrahler. Sonst
Richtantenne bevorzugen.
Warum funktionieren einige Antennen
nur eingeschränkt für GPRS bzw. EDGE?
- GPRS
und EDGE wird im GSM Bereich übertragen. Es gibt GSM900 (in
Deutschland oft auch D-Netz bezeichnet) und GSM1800 (E-Netz)
- Antennen
die sowohl 900 MHz Bereich wie 1800 MHz + UMTS Frequenzbereich
haben, sind uneingeschränkt nutzbar.
- Antennen,
die z.B. "nur" 1700-2500 MHz als Frequenzbereich
haben, eignen sich für GPRS und EDGE wenn die Verbindung über
GSM1800 übertragen wird.
- ggf.
sollten Sie ihren Provider fragen, ob er noch GSM900 an ihrem
Standort für GPRS und EDGE einsetzt.
- Erfahrungsgemäß
nutzen Vodafone und Telekom GSM900 und GSM1800. O2 und
E-Plus (Base) fast nur GSM1800. (Information unverbindlich und
ohne Gewähr!)
Kleines Software
Helferlein?
MWConn
ist eine kleines und schlankes Freeware Einwahlprogramm für UMTS und
GPRS. Es zeigt u.a. die zur Verfügung stehenden Netze an und kann
somit auch sehr gut als Entscheidungshilfe zur Netzwahl, oder zum
Ausrichten von Antennen genutzt werden.
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LTE
darf als UMTS Nachfolger für UMTS, GPRS, EDGE und Co betrachtet
werden. LTE (4G) hat sehr unterschiedliche
Frequenzbereiche.
- 800 MHz
Bereich
- 1800 MHz
Bereich (E-Plus..)
- 2600/2700 MHz
Bereich
Besonders in der
Anfangsphase und im ländlichen Gebieten darf davon ausgegangen
werden, dass der untere Frequenzbereich maßgeblich ist und
genutzt wird.
Damit liegen die LTE
Frequenzen "im Nahbereich von GSM 900 (auch schon mal
D1 / D2 genannt), aber auch von anderen Anwendungen, wie
TV-Frequenzen, oder (alte) Studiomikrofone.
Der relativ
niedrige 800 MHz Frequenzbereich bietet aber auch einige
wichtige Vorteile gegenüber den 2000 MHz UMTS Frequenzen. Es
darf von höheren Reichweiten im Durchschnitt ausgegangen werden
und die Kabelverluste sind gegenüber UMTS geringer.
LTE
arbeitet mit der sog. MIMO Technologie, was u.a. folgendes
bedeutet:
- 2x RX
(Empfänger)
- 2x TX (Sender)
Dadurch werden in
aller Regel immer 2 gleiche Antennen notwendig. Moderne LTE
Router haben deshalb auch 2 getrennte Antennenbuchsen!
Es gibt auch LTE
Antennen, die optisch wie eine Antennen aussehen, intern
aber zwei sind und deshalb auch zwei Antennenkabel haben
(benötigen) Einige dieser Modelle können wie Richtantennen
aussehen, sind aber Rundstrahler.
Es sollten
möglichst immer zwei identische Antennentypen aufgebaut werden.
Nachfolgend ein Aufbaubeispiel

An
diesem Aufbaubeispiel wird deutlich:
-
Die
Antennen sind vertikal polarisiert (Elemente sind senkrecht)
-
Der
Träger ist waagerecht (horizontal) und
-
wird
an einen senkrechten (vertikalen) Masten bzw. Standrohr
befestigt.
-
Versuche
mit 1x vertikal und 1x horizontal waren durchaus ebenfalls
sehr erfolgreich.
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Was
bedeuten "alle Geschwindigkeiten und max.
Sendeleistungen" ? |
Alle
Geschwindigkeiten...
- Eigentlich ist
das Angeben "geeignet für alle Geschwindigkeiten"
völlig unnötig und albern, denn den Antennen ist es
völlig egal, ob schnelle, oder langsame Datenübertragungen
passieren. Die merken das eh nicht. :-)
- Diese Angaben
haben sich eigentlich auch nur bei Mobilfunkantennen
eingebürgert, weil dort weniger von Frequenzen und mehr von
Übertragungsarten die Rede ist und somit eine gewisse Un
Sicherheit aufkam.
- Auch HSDPA,
HSPA+, HSUPA, etc., ist den Antennen völlig schnurz
pipe, denn entscheidend ist, der Frequenzbereich passt.
- Passt der
Frequenzbereich, ist alles roger. Dann könnte auch im UMTS
Bereich Morsen, FM, Blasmusik oder sonstwas übertragen
werden.
- Nur einige
aktive Lösungen, wie Repeater sind hiervon ausgenommen.
Maximale
Sendeleistungen...
Vereinzelnd wird
davon ausgegangen, ein UMTS-Stick, UMTS Router, etc. muss diese
Sendeleistung erbringen, damit er an dieser Antenne
funktioniert.
Aber das ist NICHT
damit gemeint, sondern NUR, wieviel Sendeleistung eine Antenne
verträgt! Da im Mobilfunk mit eher geringen Sendeleistungen
hantiert wird, kommt nach unseren Erfahrungen so gut wie KEINE
Antenne hier an ihre Leistungsgrenzen. Also diesen Punkt eher...
vergessen...
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bei...