Informationen für Anfänger und Neueinsteiger zum Thema Empfänger und Co. von DL9BDX

Wichtiger Hinweis! Auf dieser Seite wird nicht auf rechtliche Fragen eingegangen. Diese stellen Sie bitte z.B. an die Bundesnetzagentur www.bundesnetzagentur.de oder an eine andere zuständige Stelle! Es wurde versucht alle Informationen so einfach wie möglich zu halten. Diese Seite wird ständig erweitert.

Weltempfänger Funkscanner Breitbandempfänger PC-Empfänger DVBT, DRM, DVBS,DAB, Internet, etc. Wetterfax und Co..

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WELTEMPFÄNGER UND KURZWELLEN-EMPFÄNGER

 

Was ist ein Weltempfänger und was ist ein Kurzwellen-Empfänger?

Aus meiner Sicht ist die beste Erklärung, wenn man zu einem tragbaren Radio mit guten Kurzwelleneigenschaften Weltempfänger und zu stationären Modellen, die einen Empfangsbereich bis ca. 30 MHz haben, Kurzwellenempfänger sagt.

Vor- und Nachteile zwischen Weltempfänger und Kurzwellen-Empfänger?

Wie eben o. beschrieben, sind Weltempfänger eher tragbare Radios und somit wesentlich mobiler. Dank ihrer Teleskopantennen "plug and play". Weltempfänger bieten zwar häufig die Möglichkeit des Anschlusses externer Antennen, doch wirklich mögen tun dieses nur sehr wenige Modelle. Sie sind in der Regel auf den Empfang mit kleinen Antennensystemen eingestellt, größere Systeme bringen sie eher zum Übersteuern. Wer sich für den Empfang von digitalen Signalen interessiert, sollte unbedingt auch über stationäre Modelle und PC-Empfänger nachdenken.

Kurzwellen-Empfänger bieten fast immer mehr Performance bei größeren Antennen und können ggf. mit optionalen Filtern nachgerüstet werden, was den Empfang von schwierigen Signalen erheblich verbessern kann. Diese verfügen fast immer über SSB Empfangseigenschaften und sind für "ernsthafte SWLer" eher Pflicht... :-) (jaja, ich weiß auch z.B. mit einem ATS909 kann man richtig arbeiten... :-)

Was sind Kurzwellen-Hörer und was sind DXer?

Unter DX versteht man den (wirklichen) Fernempfang. DXer interessieren sich hauptsächlich für den Empfang schwieriger Empfangssignale. Je schwieriger und seltener eine Sendestation zu Empfangen ist, desto besser. Das erfordert einen völlig anderen Erfahrungswert und das Equipment muss entsprechend sein.

Tipp an Kurzwellenhörer!

Wer gerade ins Thema einsteigt und an einen "Hardcore DXer" gerät, hat oft schlechte Karten. Oft sind die Vorstellungen soo unterschiedlich, dass der Einsteiger schnell "Hilfe" schreit und sich sagt: "I´m too stupid for this world" :-) Doch jeder fängt mal klein an. Und wenn Sie garnicht am DXen interessiert sind, dann spielen solche Dinge, wie DSP, Filter und Co. eher eine untergeordnete Rolle. Deshalb: Tipps und Erfahrungen mitnehmen und mit eigenen Vorstellungen mischen. Für den Empfang stärkerer Rundfunksender, ist ein angenehmer Klang viel wichtiger, als das letzte Quäntchen Empfangspower.

Warum sprechen einige Hersteller von digitalen Weltempfängern und analogen Weltempfängern? (nicht DRM)

Fast immer bezieht sich diese Unterscheidung auf die Frequenzanzeige. Digital = Mit LC-Display Analog = Mit Skala

Wieviel Geld muss man für einen Weltempfänger ca. investieren?

Bei Erstellung dieser Seite waren die Preise in etwa wie folgt. Ab ca! 70-80 Euro gibt es schon brauchbare Modelle mit LC-Display. Das Preisniveau geht bis ca. 500 Euro

Lieber mit Digitalanzeige oder mit analoger Skala?

Natürlich auch eine persönliche Einstellung. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass gerade Einsteiger besser mit einer LC-Display Anzeige bedient sind. Fast alle Geräte mit LC-Display verfügen zusätzlich über eine direkte Frequenzeingabe, was das Einstellen eines bestimmten Senders erheblich vereinfacht. Auch ist die Frequenzeinstellung erheblich genauer.

PLL-Technik?

Ganz einfach gesagt, eine besondere Form der Frequenzaufbereitung. Geräte mit dieser Technik sind in aller Regel frequenzgenauer und frequenzstabiler.

Unterschiede zwischen Lang/Mittel/Kurz-Welle?

Auf dieser Seite haben wir einige Informationen dazu zusammen getragen. Siehe auch diese Seite.

Ich möchte z.B. die Deutsche Welle im Urlaub hören?

Eine der häufigsten Fragen. Gerne auch gestellt, wie: Kann ich Sender X im Land Y hören, oder WAS muss ich kaufen, etc.

Hierzu eine kurze generelle Information. Fast alle größeren Länder unterhalten Sendestationen, die weltweiten Empfang zulassen. Allerdings funktionieren nicht alle Frequenzen immer und überall ständig. Ich empfehle hier VOR Reiseantritt, die jeweiligen Homepages der Sender zu Besuchen und dort nach Sendetabellen, Frequenzen und Ausleuchtung (versorgte Gebiete) zu suchen. Nötigenfalls beim Sender direkt anfragen.

Wer die Deutsche Welle in einem europäischem Land hören will, wird dieses schon mit Geräten ab ca. 70 Euro aufwärts tun können. Für Asien, Amerika und andere Gebiete würde ich eher zu den Spitzenmodellen im Weltempfängerbereich greifen. Ggf. Aussenantenne oder stationäres Modell notwendig.

Kann ich sicher sein, immer meinen gewünschten Sender zu hören?

Nein.

Ist der Empfangsunterschied zwischen Modellen ab ca. 70,- Euro und wesentlich teueren immer merklich?

Ich sage nein. Natürlich gibt es Unterschiede, die aber häufig eher im Ausstattungsbereich zu suchen sind. Allerdings können schon geringe Empfangsverbesserungen über "Sieg oder Niederlage" entscheiden. Mein Tipp! Orientieren Sie sich an Modellen in der 150,- - 250,- Euro Klasse. Hier haben Sie schon eine gute Performance und die größte Chance auf einen erfolgreichen Empfang. Um Fehler zu vermeiden, empfehle ich, die Rundfunksender anzusprechen oder den qualifizierten Fachhandel. Typische Vertreter dieser o.g. Klasse: Sangean ATS909 und Sony ICF-SW7600GR

Warum ist der von mir gewünschte Sender nicht immer und überall hörbar?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einem natürlich, ob der gewünschte Sender überhaupt für die Region in der Sie sich aufhalten bestimmt ist, bzw. ob der Sender überhaupt den Anspruch erhebt überregional zu Arbeiten.

Von den jeweiligen Ausbreitungsbedingungen, wie Jahreszeiten oder Tageszeiten und natürlich von der jeweiligen Sendefrequenz und der Sendeleistung des betreffenden Senders. (und nicht zuletzt am Empfänger und deren Antenne... :-) )

Warum "schwanken" manche Sendesignale?

Dieses "Schwanken" nennt man Fading und kommt u.a. durch die unterschiedlichen Signallaufzeiten zwischen Sender-Antenne und Empfangs-Antenne zustande. Die Signale löschen sich quasi an der Empfangsantenne gegenseitig aus. Das kommt daher, dass die Sendeantennen ihre Signale u.a. über verschiedene Strecken ausstrahlen und somit auch unterschiedliche Laufzeiten zur Empfangsantenne haben.

Ein weiterer Grund sind die wechselnden Ausbreitungsbedingungen und schlimmstenfalls ist Ihr Empfänger nicht frequenzstabil...

Kann man dagegen etwas tun?

Bedingt. Einige Modelle verfügen über spezielle Vorrichtungen, diesen Schwund zu minimieren. (bei Sony z.B. Synchrondetektor)

Das nervt und will ich nicht!

Fading gehört zu LMK, wie Kaffe zu Kuchen. :-)

Ich habe gehört, es kommt bald eine digitale Kurzwelle? (DRM)

Stimmt. Die ersten Bestrebungen sind im Gange. (Stand bei Erstellung dieser Seite)

DRM ist eine Technolgie, die auf digitale Technik aufgebaut ist. Ähnlich wie bei einer CD gibt es mehr oder minder nur den Zustand "geht oder geht nicht". Wenn geht, dann störungsfrei und in etwa in der Klangqualität, wie Mono-UKW-Radios.

Allerdings wird der Umstellungsprozess von analoger Technik auf die digitale Technik sehr sehr langsam vollzogen werden. Auch werden bestimmt nicht alle Sender "mitziehen". Denkbar sind hier eher Zeitengrößen in Jahrzehnten. Es gibt also keinen Grund, sich vom analogen Empfänger zu Verabschieden. Wie DRM klingt, kann u.a. hier mal ausprobiert werden.

DRM hat leider in der letzten Zeit nicht wirklich überzeugen können, da es zu wenig Radiomodelle (und Sender!) mit DRM Empfang gibt. Ob DRM noch ein Thema für die Zukunft ist, darf jetzt wohl eher ernsthaft bezweifelt werden. (Stand 2010)

Wann lohnt sich der Einsatz von externen Antennen?

Schwierig im Voraus zu sagen. Hier hilft mehr oder minder nur try and error. Tipp! Zumindest bei Weltempfängern nicht mit zu langen Antennen beginnen. Sonst kann der Empfänger übersteuern. Einige Meter Draht tun es für den Anfang auch.

Worauf sollte man beim Kauf eines Weltempfängers auch noch achten?

Hier mal meine persönliche Hitliste.

Gewicht. Für Vielreisende schnell ein Thema. Ab über 1 Kg bleibt das gute Stück schnell daheim.
Möglichst LC-Display
Ich "verstehe die Bedienung"
Kompromisse machen. Wer einmal im Jahr nach Spanien düst und danach das Gerät wieder wegpackt, sollte so in der 50-100 Euro Klasse bleiben. Wer das Gerät auch gerne zuhause nutzen möchte, sollte auch auf Funktionen, wie UKW-RDS, Klang, etc, wert legen. (z.B. Sangean ATS909)
Ernsthaft überlegen, gleich ein Gerät mit SSB-Empfangseigenschaften zu kaufen.
Stromversorgungen. Einige Modelle bieten Multinorm-Netzgeräte im Lieferumfang. Ideal für Länder mit z.B. 110 Volt. (USA, etc.) (z.B. Sangean ATS909)
Möglichkeiten des externen Antennenanschlusses, Timer, etc.
Speicher

Kann ich mit einen "Weltempfänger" auf UKW mehr hören, als mit anderen Radios?

Nö! OK, stimmt nicht ganz. Wenn ich da an die berühmten alten Weltempfänger aus Fürth denke, dann schon. Aber die Ausbreitungsbedingungen auf UKW sind nicht vergleichbar mit denen von Mittelwelle oder gar Kurzwelle. Fast alle Weltempfänger verfügen "nur" über ein UKW Rundteil, wie es andere Radios auch haben. Somit können Sie "Ihren UKW Lieblingssender nicht mit den europaweiten Urlaub nehmen"... (50-100 Km sind eher typisch)

 

 

Kleine Kurzwellenbänderkunde

Tropenbänder, Europabänder usw. Was passiert auf den Kurzwellen Rundfunkbändern? Mehr auch hier!

 

KURZWELLEN-EMPFÄNGER

 

Viele Fragen werden auch unter Weltempfänger beantwortet.

Wann lohnt sich der Kauf eines "richtigen" Kurzwellen-Empfängers besonders?

Wer sich für das Thema Kurzwelle ernsthafter interessiert, wird irgendwann mal an den Grenzen eines Weltempfängers stossen können. Der Empfang schwieriger Empfangssignale, z.B. auch von digitalen Signalen erfordert fast immer externe Antennen und weiteres optionales Zubehör, wie Software, etc.

Voll teuer voll besser?

Hm, jaa. Aber: Auch hier gilt. Man muss in die Schuhe hineinwachsen. Wer anfängt, kann auch mit einem gebrauchten Empfänger anfangen.

Die Unterschiede zwischen Geräten der Mittelklasse und der Oberklasse sind in der Regel nur von versierten Anwendern merklich. Einsteiger sollten nicht davon ausgehen, dass ein Oberklasse-Modell immer Signale noch bringen kann, die preiswertere Modelle nicht empfangen. Die Empfangsleistungen sind sicherlich unterschiedlich, keine Frage, aber: Man muss schon wirklich Erfahrungen haben, dieses auch zu Bemerken.

Tipp: Für den preiswerten Einstieg auch mal über ein Gebrauchtgerät um 200-500 Euro nachdenken. (Vorsicht! Kurzwellenempfänger verlieren wenig an Zeitwert und werden gerne mal zum "Fast-Neupreis" angeboten. Informieren Sie sich unbedingt VOR dem Kauf (Bieten) über den aktuellen durchschnittlichen Handelspreis eines bestimmten Gerätes.)

 

 

FUNKSCANNER

 

Vorwort: Ich weise hier noch einmal deutlich darauf hin, dass ich keine rechtlichen Aussagen machen kann oder will. Alle Informationen stellen nur meine persönlichen Meinungen da und sind unverbindlich. Ich bin kein Rechtsexperte. Rechtliche Fragen können Sie z.B. an die Bundesnetzagentur stellen. 

 

Welcher Scanner ist der BESTE?

Gibt keinen! Zwar versuchen fast alle Hersteller sich von den Angeboten anderer Hersteller mit besonderen Funktion mit Ihren Modellen abzuheben, doch ich persönlich kenne kein Modell, welches in allen Bereichen immer besser war/ist, als andere Modelle. Einige Modelle sind z.B. sehr brauchbar (bezogen auf andere Scanner) im KW-Bereich, schwächeln dafür aber in anderen Bereichen, oder umgekehrt.

Ich empfehle den best möglichsten Kompromiss zu Suchen. Das geht besonders gut, wenn man sich VOR Kauf eine kleine Hitliste zusammenstellt.

Hier ein Beispiel:

Mein neues Modell soll möglichst:

einfach in der Handhabung sein.
Viel Zubehör im Lieferumfang
Die "wichtigsten" Funktionen haben
Nicht zu teuer sein

Bei einer solchen Konstellation sollte man z.B. eher über ein Mittelklasse-Modell nachdenken...

Mein neues Modell soll möglichst:

Auf dem neuesten Stand der Technik sein.
Ich scheue mich nicht, mich auch mal intensiver mit dem Gerät zu Befassen. (!!)
Preis spielt keine besondere Rolle (:-) )
Möglichste viele Funktionen haben

Dann sind Sie ein guter Anwärter für die Spitzenklasse...

 

Der qualifizierte Fachhandel kann hier sicherlich die eine oder andere Frage beantworten.

 

Warum schreiben Sie den hier nicht, welcher wo der Beste ist?

weil ständig neue Modelle auf den Markt kommen und hier auch viel eine persönliche Meinung mit reinspielt.

 

Welche Top-Fehler kann man beim Funkscanner-Kauf machen?

einige, hier mal so meine eigene Topliste.

keine Lust auf das Studieren mitunter sehr aufwendiger Anleitungen zu haben und dann einen High-End Scanner haben wollen. Das ist in etwa so, als ob sich ein Fahrschüler in einen Rennwagen setzt...
Absolut keine Ahnung haben und High End kaufen. (natürlich kann auch ein Anfänger ein Spitzenmodell kaufen, aber man muss sich Zeit nehmen, in die "großen Schuhe hineinzuwachsen" !!
Nur teuer ist gut
Völlig überzogene Erwarten zu haben. Man sollte sich schon etwas mit der Materie vorher befasst haben, sonst ist die Enttäuschung groß... und der Scanner kann garnix dafür.
Nur auf die Ratschläge anderer hören. Wichtiger ist, das man selber mit dem Gerät klar kommt.
Ganz wichtig! Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Es ist zwar ganz nett, ein Top-Modell gekauft zu haben, aber wenn man mit der Bedienung nicht klar kommt, bringt das alles nichts. Sie müssen sich für viele Modelle der Top-Liga Zeit nehmen! Sie verstehen lernen. Da dauert und man darf in der Zwischenzeit nicht den Spass am Gerät verlieren. Warum das so ist? Ganz einfach: Viele Funktionen werden bei solchen Modellen über sog. Menüs gesteuert. Diese muss man erst mal drauf haben...
 

 

Mist, mein Scanner empfängt nichts!

das kann u.a. an folgendem liegen: Ihr Scanner muss lernen, welche Frequenzen er absuchen soll. Die gewünschten Frequenzen müssen programmiert werden. Ohne diese Informationen läuft so gut wie nichts. Frequenzen woher? Internet, oder Fachbücher oder www.hamgate.de  Out of the box läuft nichts. (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) 

Woher bekomme ich Frequenzen? (Infos :-)

Es gibt Fachbücher hierzu. Z.B. vom VTH-Verlag. Aber auch die bekannten Suchmaschinen können hier hilfreich sein.

 

Können Scanner auch senden?

nein. Scanner sind Empfänger. Es gibt mittlerweile Amateurfunkgeräte, die ebenfalls Scannereigenschaften aufweisen, wie z.B. das ICOM Handfunkgerät IC-E90 , aber die Nutzung ist liz. Funkamateuren im Rahmen ihrer Genehmigungsklassen vorbehalten. Hier greifen auch andere rechtliche Dinge. (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) 

 

Darf man einen Scanner kaufen?

in Deutschland ja. In anderen Ländern sind die dortigen Vorschriften und Regelungen zu Beachten. (natürlich nur, wer auch kaufen darf) (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen! Stand Erstellung der Info.) 

 

Darf man alles abhören?

nein! Mehr hierzu direkt bei www.bundesnetzagentur.de ersehen. Ich möchte mich hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Vielleicht nur soviel dazu: Alles, was für die Allgemeinheit bestimmt ist, wie z.B. öffentlicher Rundfunk, ist ok. Amateurfunk auch. Alles andere nicht. (ich möchte hier nicht zitiert werden, diese Informationen sollen nur eine unverbindliche Info sein). Ich rate jedem unbedingt, www.bundesnetzagentur.de  für solche Fragen anzusprechen. 

 

Sie glauben, Sie sind schon ein Hardcore Scannerfreak?

Na, dann sollten Sie dieses Bild mal ansehen...!

 

Was passiert, wenn man mich erwischt hat?

Das ist sehr unterschiedlich und hängt auch davon ab, warum! man Sie erwischt hat. Generell haben sie erst einmal Stress. Kann man Ihnen nachweisen, dass Sie "verbotene Dinge" mit dem Scanner (und im weiteren) gemacht haben, so sollten sie hier lieber einen Rechtsanwalt ansprechen. (Der nachfolgende Kommentar stellt meine persönlichen Meinungen da und ist weder Freibrief, noch eine rechtliche Belehrung oder Information!) Ich glaube, Polizei und Co wissen genau, was möglich und los ist. Wirklich wichtiges wird sicherlich nicht mehr so freigängig gemacht. Selbst wenn Scanner verboten würden, würde es nichts ändern. 

Es gibt zu viele Geräte im Markt und wer ein solches Gerät haben will, wird es sich dann trotzdem besorgen können. Möglichkeiten wird es immer dafür geben. Es gibt Länder, die eher gute Erfahrungen gemacht haben, wenn Scanner zugelassen sind. Nicht selten kommen wichtige Hinweise "aus der Hörerschaft" und helfen so der Polizei. Aus meiner Sicht auch ein Punkt, der vielleicht so nicht immer von den offiziellen Stellen gesehen wird. In Ländern, wo Scanner verboten sind oder waren, hat es wenig bis nichts gebracht. Wer will, der kann... Auch, wenn der folgende Vergleich nicht unbedingt passend ist, aber wo muss man anfangen? "Brotmesser verbieten"? Baseballschläger raus aus den Regalen? Fahrradketten weg? 

Nach meinen Erfahrungen sind die typischen Scanneranwender zum wirklich allergrößten Teil technikinteressierte Anwender und in nicht wenigen Fällen selber bei Behörden (THW, Feuerwehr, etc) tätig. Wie vieles, was man heute kaufen und benutzen kann, kommt es darauf, wer! etwas wie nutzt. In letzter Zeit habe ich immer wieder Beispiele erlebt, wie Behörden und Gerichte mit Scanneranwendern "realistisch" umgegangen sind. 

Hier einfach auch mal ein Lob an Staatsanwälte, Richter, Polizei und Co. Dennoch! Ich empfehle unbedingt!, sich rechtlich, z.B. bei www.bundesnetzagentur.de beraten zu lassen! (Und noch etwas: Sollte ihnen mal ein technisches Missgeschick passiert sein und Sie haben etwas empfangen, von dem Sie glauben, das war nicht "für ihre Ohren" bestimmt, dann niemals! darüber sprechen, berichten, auswerten, etc. und sofort vergessen...) (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) 

 

Muss ich denn nun damit rechnen in den Knast zu kommen, nur weil ich einen Scanner gekauft habe?

Nein Wenn Sie nur z.B. Radio Bremen und Amateurfunk hören, dann ist doch alles im grünen Bereich...(die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) 

 

Warum sind denn Scanner überhaupt zugelassen? (gemeint sind auch hier nur die zugelassenen und nur im aktuell gültigen Rahmen)

Ich vermute ein Kind der EU. (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) 

 

Warum heissen Scanner Scanner?

Der Begriff wurde in den USA geprägt und soll so viel bedeuten, wie Suchlaufempfänger.

 

Wie weit kann man mit einem Scanner hören?

Das hängt in erster Linie von der Frequenz und von den genutzten Antennen ab, weniger vom benutztem Modell.

Auf Kurzwelle (sofern der Scanner diesen Frequenzbereich unterstützt) kann man je nach Sender bis zu weltweit hören. Auf UKW sind es mit original mitgelieferten Antennen eher 10-20 Km und mit externen Antennen in etwa 50 Km. Aber auch sehr abhängig von der Sendestation.

 

Bringen optionale Aussenantennen etwas?

ja! Auf UKW kann von einer Verbesserung um ca. 100% und mehr ausgegangen werden. Teilweise sogar enorme Verbesserungen.

 

Bringen optionale Aufsteckantennen etwas?

ja... und nein! Fast alle Hersteller legen ihren Modellen keine "frequenzoptimierten" Aufsteckantennen bei. Wie auch? Auf welcher Frequenz soll der Hersteller optimieren? Der eine hört hier, der andere ganz woanders. :-) Das Problem ist aber grundsätzlicher Natur. Antennen können entweder "ne Rolle aufgewickelter Draht" sein, oder speziell für einen Frequenzbereich angepasst sein. 

Speziell angepasste Antennen haben innerhalb des/der optimierten Bereiche(s) teilweise deutlich bessere Empfangswerte als Universalaufsteckantennen, verlieren ab ggf. stark in anderen Bereichen. Das ist das traurige an der Optimierung. Nun gibt es aber auch sog. Scanner Aufsteckantennen, etc. , die sollen ja teilweise von 25 bis 1000 oder mehr MHz funktionieren! Dazu nur! Soso! Zwischen 25 und 1000 Mhz liegen Welten. 

Nicht nur im Verhalten der Funkwellen, sondern auch in Größe, mögliche Systeme, etc. Hier muss der Anwender schlicht "flexibel denken" und frei nach dem Motto " alles was besser, als die Universalaufsteckantenne ist, ist besser". In vielen Fällen sind das schlicht längere Aufsteckantennen, als die mitgelieferten. Oft tut es auch eine Aufsteck-Teleskopantenne.  

Tipp: Auch mal (Amateurfunk) Aufsteckantennen, die z.B. für 2m/70cm oder besser 6m/2m/70cm etc. gedacht sind genauer ansehen. Die funktionieren teilweise auch recht gut für Handscanner. Auch im 4m Band :-)

Wer eine spezielle Optimierung für einen bestimmten Frequenzbereich sucht, kann auch gut zu sendefähigen Antennen für den gewünschten Frequenzbereich greifen. Fazit: Ausprobieren, nicht davon ausgehen, das riesige Frequenzbereichsangaben auch wirklich immer bedeuten, dass die Antennen über den ganzen Frequenzbereich hinweg "durchpowern", dafür liegen zu viele Welten zwischen 25 und 1000 MHz.

 

Können Scanner digitale Signale dekodieren?

mehr nein als ja. Um es gleich vorweg zu sagen. Handys und Co absolut nicht, auch nicht mit Tricks! Es gibt einige Signale wie FMS , die mit einigen Aufwand (Software, etc) dekodiert werden können. (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) GSM, UMTS, DECT, etc. bleiben aber absolut nicht möglich. Siehe auch hier. Auch Scanner, wie der UNIDEN Bearcat UBC-3300XLT können das nicht!

Ich habe gelesen, in den USA gibt es sog. "Digitalscanner"

Stimmt, aber: Bitte bitte nicht glauben, das hilft hier in Europa! Das tut es (so gut wie) nicht!! Es gibt sehr viele verschiedene digitale Aussendungen, die sich in ihrer Art völlig unterscheiden. Moderne digitale Systeme lassen sich NICHT!! mit solchen (oder anderen) Scannern abhören!! Die in den USA erhältlichen "Digitalscanner" sind nur in der Lage bestimmte - in den USA übliche - Signale - zu dekodieren. Also: BITTE BITTE NICHT GLAUBEN, diese Geräte könnten vielleicht doch, u. U., eventuell, etc. doch GSM und Co. abhörbar machen. DAS KÖNNEN DIE NICHT!!! 

Mehr hierzu auch hier!

Warum ist es denn so schwer digitale Signale zu DEKODIEREN?

(Profis, bitte weglesen. Die nachfolgenden Zeilen sollen Anfängern und Einsteigern, die "Problematik" etwas verständlich machen...)

Zum einen gibt es sehr viele verschiedene Systeme. Der Empfänger müsste also mehrere Systeme verstehen, was technisch extrem aufwändig wäre. (wenn es denn ginge...)
Die Hersteller und Erfinder von digitalen Funkgeräten sind doch nicht auf den Kopf gefallen und entwickeln Techniken, die sich nicht mal eben so knacken lassen. (auch nix Hacker hier, Hacker da...)
Einfaches Beispiel: (stellt nicht die wirkliche Arbeitsweise da). Stellen Sie sich folgendes vor: Sie stehen vor einer Tür und diese ist verschlossen. Jemand gibt Ihnen - sagen wir mal - 65 Millionen Schlüssel und fordert. "Öffne die Tür in 2 Sekunden!" Jetzt grübel grübel... logo, das wird nichts, bzw. wäre extremst unwahrscheinlich. Natürlich ist beaknnt, wie das eine oder andere System funktioniert. Das ist nicht das Problem, aber die 65 Millionen Schlüssel schon. Jetzt soll das ganze noch in "Echtzeit" passieren.... Tja, that´s the End of the story... (und wie wär´s mit 650 Millionen Schlüssel??....)
Auch in Zukunft ist hier nicht mit einer günstigen und vor allem frei im Handel erhältlichen Lösung zu rechnen.
Patentrechte! Clevere Idee. Man melde ein digitales Verfahren patentrechtlich an und zack knall aus die Maus... (will heissen: Nixe Dekodiersoftware... Man denke da nur mal an die Musikindustrie...)

Ich gebe nicht auf und irgendwie MUSS doch gehen!!

Klar, geht auch. Die offiziellen Geheimdienste (:-) und Sicherheitsbehörden werden sicherlich gerne dem interessierten Hobbymithörer mit einer Freeware aushelfen... Fazit: Deckel zu. Aus die Maus!

 

Kann "mein Nachbar mich mit einem Scanner abhören"?

wenn er bei Ihnen verbotenerweise eine Wanze (Minisender) installiert hat und der Scanner auf der richtigen Frequenz geschaltet ist, besteht die Möglichkeit. (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) Siehe auch hier.

 

Kann man Scanner, die eingeschaltet sind aufspüren?

ja. Aber: generell ist jeder Empfänger auch ein (miniminimini) Sender. Diese Aktivität könnte mit großem Aufwand nachgewiesen werden, wobei es zu so gut wie unmöglich ist, auf den Empfängertyp zu schliessen. Das ist mehr was für Behörden und richtige!! Profis! Mehr Theorie...

 

Was passiert, wenn BOS digitalisiert wird?

Das war´s... (siehe weiter oben)

 

Bringt es was, Scanner in den USA zu kaufen?

Nein. Die dortigen Modelle sind fast immer nicht auf europäische Anforderungen zugeschnitten. Ich rate hier - besonders Anfängern - dringenst ab!

 

USA - Das Land der unbegrenzten Scanner-Möglichkeiten?

Absolut nicht! Teilweise schärfer reguliert als in Europa!

 

WAS IST eigentlich und wozu braucht man...?

AM

FM und W-FM

SSB

CTCSS und DTMF

Diskriminatorausgang

Nachträglich eingebauter spezieller NF-Ausgang, wie FMS und andere Übertragungsarten. (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) Es gibt fast keine Scannermodelle, die bereits über so einen Ausgang ab Werk verfügen.

6,25 und 8,33 kHz Raster? 

Das 6,25 kHz Raster wird z.B. im PMR446 benutzt und 8,33 kHz im Flugfunk.

SMA und BNC? Antennenbuchsensysteme, wobei SMA immer mehr an Bedeutung gewinnt, weil kleiner und für höhere Frequenzbereiche, als BNC oder PL nutzbar.

Invertierungsdecoder? 

Es gibt Scannermodelle, die sog. invertierte Signale wieder hörbar machen können. Anwendungsbereiche? Z.B. BOS. ABER KEINE!!! digitalen Signale. (die rechtliche Situation ist hier nicht Bestandteil der Informationen!) 

Steuer- und Programmier-Software?

Möchten Sie z.B. 1000 Speicher per Menü speichern? Aus meiner Sicht, fängt man damit an und verliert schnell die Lust dazu. Muss der Scanner mal resetted (zurückgesetzt) werden, na dann mal viel Spass...

SEARCH?

Im Gegensatz zum Scannen, also dem Absuchen von bereits programmierten Speichern, ist Searchen das Absuchen zwischen zwei Frequenzen, den sog. Eckfrequenzen. Nicht jedes Scannermodel kann das.

Search- oder Eckfrequenzspeicherbänke?

Es gibt Scannermodelle, wo man Searchfrequenzen abspeichern kann. Beispiel: Untere Frequenz: 145,550 und obere Frequenz 145,800 MHz werden in Searchbank (oder Suchlaufbank, etc.) 1 abgelegt. dann müssen sie diese Daten, ähnlich wie bei den Speichern nicht immer wieder neu eingeben. Ideale Funktion, wenn man nicht genau weiß, wo was sendet.

Lockout und Ausblendspeicher?

Einige Scannermodelle verfügen über diese Funktion. Es lassen sich hiermit vorübergehend bereits fertig programmierte Speicher aus dem Scannbetrieb ausblenden.

Data Skip, etc.

Bei einigen Modellen können Sie unerwünschte Frequenzen ausblenden. (einige Hersteller verstehen dieses als Ausblendspeicher). Sinn? Wenn Sie z.B. im Searchbetrieb ständig auf eine dauerhaft gestörte Frequenz stossen, so stoppt der Scanner ständig auf dieser eher lästigen Frequenz. Diese kann ausgeblendet werden.

All-Mode?

Einige Hersteller weisen mit dieser Aussage darauf hin, dass ihr Modell z.B. AM, FM, W-FM, SSB "versteht".

Monitorscope?

Mit dieser Funktion kann ein bestimmter Frequenzbereich grafisch dargestellt werden. Z.B. Signalstärken, Belegungen, etc. Fast alle Scanner haben während des Scopen keine Lautsprecherwiedergabe. Einige Modelle unterstützen auch die weitergehende Anbindung und Auswertung per Software.

Monitoring?

Überwachen.

Close CALL™

Eine Funktion bei UNIDEN Bercat Geräten, die es möglich macht in kurzer Zeit Sender im NAHBEREICH (ca. 100m...) aufzuspüren. Mehr hierzu auch hier!

 

 

 

BREITBANDEMPFÄNGER

Ich will mich nicht loben, ich war einer der ersten, die diesen Begriff genutzt hat. (Viele Monde her). Als die Scanner anfingen auch Kurzwellenempfang zu realisieren - und vor allem auch vermehrt als Stationsgeräte auftauchten, viel mir damals kein anderer Begriff für Empfänger ein, die sowohl Kurzwelle, wie VHF/UHF empfangen können. Bitte lesen Sie auch meine Kommentare unter Funkscanner, da diese Geräte teilweise identische Eigenschaften aufweisen.

Aus meiner Sicht gehört diesen Empfängern die Zukunft. Kaum ein Hersteller wird es sich künftig leisten können "reine Kurzwellenempfänger oder reine VHF/UHF Stationsempfänger zu entwickeln". Mal ehrlich, gehört nicht auch dieses Hobby zu denen, die unter der Übermacht von Computer und Internet leiden? Die Jugend wird sich wohl nicht mehr so wie vor zwanzig Jahren auf dieses Hobby stürzen... Rückgängige Verkaufszahlen lassen selten eine große Produktvielfalt zu.
Hard Core Dxer und anspruchsvolle Hörer rümpfen gerne die Nasen über solche Modelle. In der Tat sind nur wenige Modelle - gerade im Kurzwellenbereich - besser/gleich, wie Kurzwellenstationsempfänger. Oft sind auch optionale Filter und anderes Optionen nicht, oder nur begrenzt nachrüstbar.
Dafür: More Fun! Wer sich nicht als anspruchsvollen Kurzwellenhörer mit ausgeprägten DX-Ambitionen versteht, hat mit mehr Frequenzen... more Fun!

Also doch lieber zwei Geräte kaufen?

Nur, wer Platz hat in der Funkbude und wirklich wirklich sich im High-End Bereich bewegt, wobei einige Breitbandempfänger auch High-End sind!

Eine Antenne bitte, aber dann für alles!!

Klar, logo, machen wir. Noch ne Schleife drum? Natürlich geht das! Aber: Zwischen Langwelle und SHF (also noch mehr als UHF :-) liegen ja schon physikalisch bedingt WELTEN in den notwendigen Antennenlängen!
Beispiel: Lambda 1/2 - eine durchaus übliche Antennenlänge - bedeutet: Etwa 50% der Länge der Wellenlänge, die man empfangen will? Hä? Also, CB-Funk ist z.B. auf 27 MHz und im sog. 11m Band. Die PMR446 Handfunkgeräte auf 446 MHz und somit im 70cm Band, usw. Daraus ergibt sich: Ca. 40m für das 80m Amateurfunkband und für das 23cm Amateurfunkband...? richtig! - etwas über 11cm! Kurzum: Die 11cm Antenne "hört nix auf 80 Meter Amateurfunk und die 40m Antenne ist für 23cm Amateurfunk so locker 39,9 Meter zu lang! Bitte beachten: Länge läuft zwar - aber bei Antennen nicht immer. Zu lange Antenne wirken wie zu kurze!

Aber die Industrie bietet doch so tolle Alleskönner-Antennen an?

Machen die. Der Wunsch des Kunden ist ja bekanntlich Befehl. Doch bitte hier einmal nachdenken! Würde es wirklich klein handlich und kompakt gehen, JA WARUM STELLT MAN DANN NOCH ANDERE ANTENNEN HER? Seien Sie somit bitte lieber skeptisch! Gerade bei Scannerantennen wird "gelogen, dass sich die Balken biegen"! Naja, so ganz stimmt das nun nicht, aber: Wie am oberen Beispiel deutlich wird, ist ein bestimmte Antennenlänge auch mehr oder minder nur für einen bestimmten Bereich gut. Zu kurz ist zu kurz und lang zu lang. Zwar behelfen sich die Antennenhersteller mittels sog. Spulen und anderen Tricks, aber im Grunde bleibt die eben genannte Weisheit bestehen.

Also lügen die Hersteller mich armen Kunden doch nur voll? Das ist aber voll sch...

Nur teilweise!! Antennen sind ja in aller Regel nicht nur ein Stück Draht, sondern bestehen aus Spulen, speziellen Wicklungen, etc. Damit wird gegen die o. g. Tatsache mit zu lang oder zu kurz entgegengewirkt. Aber eben nur bedingt. Die Antennenphysik lässt sich nicht so ohne weiteres überlisten. Oft spielen auch die jahrelangen Erfahrungen, die Antennenhersteller gesammelt haben eine wichtige Rolle.

Ich habe von Antennen gelesen, die können von ... bis ... empfangen!

Roger! Aber: Wer sagt, denn wie gut? Ebent! Auch ein "ein abgebrochener Schraubendreher" kann eine Antenne sein! Gut? Nö, aber könnte ja durchaus, irgendwie... :-) Somit lügen die Hersteller nicht! Sie sagen vielleicht nicht immer, dass das eine oder andere Modell nicht auf allen Frequenzbereichen gleich gut arbeitet (arbeiten kann), aber gelogen? Nein, das haben sie nicht... (Auch unser "abgebrochener Schraubendreher" kann mindestens von 1 kHz bis 4000000 MHz empfangen! Gut? Nein!) 

Fazit: Typische BREITBANDANTENNEN (neues Wort?) sind besser als nichts, oft erstaunlich gut, können aber NICHT speziell angepasste Antennen komplett ersetzen.

Also, wat denn nu? Eine, zwei, oder noch mehr Antennen für meinen Breitbandempfänger?

Ich rate zu zwei. Eine für Frequenzen bis 30 MHz und eine für Frequenzen darüber.
Für anspruchsvollere Anwender wird aber die Lösung mit genau angepassten Antennen bestehen bleiben.

Muss ich jetzt einen "Igel" auf meinem Hausdach aufbauen?

Nicht unbedingt. Wie gesagt, alles eine Frage des Anspruchs. Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, die "Zwei-Antennen-Lösung", ist durchaus schon ok. Was ausreichend ist und was nicht, dass kann Ihnen nur die eigene Erfahrung zeigen...

 

PC-EMPFÄNGER

Was für Breitbandempfänger gilt, gilt auch für PC-Empfänger. Hier kommen aber noch einige wichtige Dinge hinzu. Doch vorab einmal ein kurze "Beleuchtung", was PC-Empfänger für viele Anwender so spannend macht.

Die SOFTWARE! Dem Spieltrieb sind kaum Grenzen gesetzt :-)
Kompakte Abmessungen
Preislich fast immer günstiger, als herkömmliche Empfänger
weitaus flexibler, was Updates und das Implementieren von neuen Funktionen angeht - eben per Software Updates.

Welche Arten von PC-Empfänger gibt es?

Mal abgesehen vom Frequenzbereich gibt es:

Einsteckkarten für Computer
Black-Box Geräte mit Anschluss über USB oder RS232 an einen PC

Neuerdings macht ein recht neuer Begriff die Runde: SDR - Software definierte Empfänger. Mal ganz locker gesagt: So wenig wie möglich an Hardware und so viel wie möglich an Software. Wichtige Vorgänge werden NICHT in der Hardware umgesetzt, sondern im Rechner. Je leistungsfähiger er ist, desto besser. Vorteile:

Kostengünstig
EXTREM flexibel, was neue Funktionen angeht! Neue Modulationsarten können z.B. per Software Updates "eingebaut" werden. 

Doch kommen wir auch mal zu den Nachteilen. Ein Radio ist ein Radio und ein Fernseher ist ein Fernseher, will bedeuten: Für viele Menschen haben gewisse Dinge auch gewisse Formen und Eigenschaften. 

Was bei einem PC-Empfänger anfänglich so viel Spass macht, kann mit der Zeit nervig werden. Für jede Bedienung benötigt man einen PC, alle Bedienungselemente sind zweidimensional, man kann so gut wie nichts anfassen, alles passiert am Bildschirm. Darüber sollte man sich wirklich im Klaren sein. Nicht wenige Anwender haben die anfängliche Begeisterung für die Bedienung per Software, gegen Frust getauscht. Zu viel "virtuell" kann eben doch mit der Zeit nerven...

Empfangsleistungen:

PC-Empfängern wird gerne nachgesagt, sie seien weniger empfangsstark, weniger grossignalfest, usw. gegenüber "richtigen stationären" Empfängern. Das stimmt im Prinzip auch, die viele PC-Empfänger eher die Qualitäten von Breitbandempfängern und Funkscannern erreichen, kaum aber die von "echten stationären Kurzwellenempfängern". Neuere SDR Modelle sollen bzw. wollen dieses Image verändern und nun endlich beweisen: PC-Empfänger sind nicht nur in der Software, sondern auch in der Hardware gut. Darüber dürfte bestimmt noch viel diskutiert werden...

PC-Empfänger und Zukunft?

Ich glaube, PC-Empfänger haben wie Breitbandempfänger die grössten Zukunftschancen, weil sie fast alle Kundenkreise vereinen können. Besonders im stationärem Bereich wird man sich wohl über kurz oder lang von "reinen Kurzwellenempfängern" verabschieden müssen. Der Markt wird ständig kleiner...

 

 

DIGITALEMPFAENGER (DAB, DRM, Internetradios, usw.)

Zu Digitalempfängern gehören z.B. DAB-Radios, DRM-Radios, DVB-T, DVB-S, DVB-C und andere Systeme. Sie unterscheiden sich grundsätzlich von den analogen Systemen. Es ist somit nicht möglich digitale Aussenden auf analogen Empfängern abzuhören, selbst wenn dieser über den entsprechenden Frequenzbereich verfügt. Somit muss man über Neuanschaffungen nachdenken...

Die Zukunft gehört den digitalen Systemen, egal ob im BOS Funk oder im Rundfunk. Es ist nur noch eine Frage der Zeit...

Aber warum macht das überhaupt SINN?

Nun, im BOS-Funk (z.B. Polizeifunk) sicherlich ein wichtiger Aspekt die Abhörsicherheit. Im Rundfunk stehen Klangqualität und erweiterte Informationsmöglichkeiten sicherlich ganz oben auf. Je nach System lassen sich auch mehr Sender verwalten, als in analogen Systemen. Das wird wird z.B. ganz deutlich bei DVB-T, wo deutlich mehr Sender empfangbar sind, als zu Zeiten der analogen Aussendungen. (ob das immer gut ist, dazu weiter unten mehr...)

DAB-Radios

Rundfunk in CD-Qualität verspricht dieses Verfahren. Darüber hinaus erweiterte RDS-Informationen. In Deutschland gibt es zwei Frequenzbereiche für DAB-Empfang. Einmal Band III (ca. 200 MHz) und einmal das sog. L-Band (um 1,5 GHz). Band III entspricht im weitesten Sinne dem jetzigen UKW Rundfunk und das L-Band ist sicherlich eine interessante Sache für z.B. regionale Sender.

Allerdings muss man bei DAB-Empfang u.U. Abstriche machen, weil:

geringe Sendeleistungen gegenüber UKW-Rundfunk (ändert sich teilweise)
Je nach Region nicht alle bekannten UKW-Rundfunksender auch im DAB-Bereich senden
Bedingt durch geringen Sendeleistungen kann der Einsatz von externen Antennen notwendig werden.

Gerade Neueinsteiger berichten immer wieder darüber, dass der Empfang z.B. ihn Gebäuden recht unterschiedlich ist. "Der Lieblingssender" funktioniert nicht überall gleich gut. Wie gesagt, der Einsatz von externen Antennen kann hier notwendig werden. Verbunden mit den teilweise geringen Senderangeboten nicht gerade ermutigend. Aber das soll sich ja alles ändern...

Für mich persönlich fraglich ist zumindest noch jetzt, welch Sinn der Einsatz von "DAB-Koffer-Radios" macht - wenn diese nicht an eine hochwertige HiFi Anlage angeschlossen werden. Am Senderangebot kann es auch nur liegen, wenn man das Glück hat in einem Gebiet zu wohnen, wo bereits viele Sender aktiv sind. Die Klangeigenschaften dürften allerdings kaum ein Grund sein, denn nur wenige Modelle werden mit ihren eingebauten Lautsprechern die Vorzüge der digitalen Übertragung richtig zur Geltung bringen dürfen. 

Wer allerdings bei der Anschaffung eines neuen Radios langfristig plant, der sollte trotzdem zur digitalen bzw. Kombivariante DAB/UKW greifen, denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann DAB zum neuen Standard wird. Allerdings sollte man hier schon sehr langfristig denken... Anwender in Deutschland sollten dann auch immer gleich zu Dualbandgeräten greifen mit DAB Band III und L-Band, auch wenn in der entsprechenden Region das L-Band noch nicht aktiv ist.

Was macht DAB-Empfang noch so spannend?

Nun, zum einen die "Mehrinformationen" und z.B. die Möglichkeit des Aufzeichnens (geräteabhängig). Auch die Vorwahl von bestimmten Sendertypen ist hier besonders gut möglich. Einsteigern wird vielleicht besonders auffallen: Bei den digitalen Radios spielt die Sendereinstellung per Frequenz eine eher untergeordnete Rolle. Die Stationskennung (Sendername) ist vorrangig.

DAB+

In einigen Ländern wird bzw. setzt man auf DAB+ statt DAB. Der wesentliche Unterschied liegt im Kompressionsverfahren. Man kann also bei DAB+ mit "weniger" mehr aussenden. Das spart u.a. Geld bei den Rundfunksendern. DAB+ Radios sind in fast allen Fällen Abwärtskompatibel nach DAB, während reine DAB Radios - wenn diese nicht über entsprechende Upgrade Möglichkeiten verfügen - NICHT DAB+ fähig sind. DAB+ wird nur auf Band III in Deutschland ausgesendet. DAB Radios können in aller Regel einen DAB+ Sender anzeigen, aber nicht Wiedergeben.

Das bedeutet aber nicht, DAB gibt es nicht mehr (Stand Ende 2010). Man wird noch über einige Jahre parallel fahren, bzw. es müssen erst einmal DAB+ Sender aufgeschaltet werden.

Heutige DAB Radios (Stand 2010) sind fast alle DAB+ fähig. Einige Länder, wie z.B. Frankreich gehen wieder eigene Wege - Schöne neue Digitalwelt...

Kann ein "Digital-Radio" weiter empfangen als ein analoges Radio?

DAB, DVB-T und DRM nutzen ja mehr oder minder ähnliche oder gleiche Frequenzen, wie analoge Geräte. 

Bei DAB-Radios ist NICHT mit besseren Reichweiten, als im UKW Rundfunk zu rechnen, eher (teilweise) deutlich weniger.
DRM benötigt zur vollständigen Dekodierung recht stabile Signale. Liegen die ausbreitungsbedingt nicht vor, so "stockt" der Empfang - ähnlich wie bei einer kaputten CD. 
DVB-T Auch hier gilt: Ist das Signal nicht mehr "komplett", so friert das Bild ein. U.U. wäre bei einer anlogen Übertragung noch ein (verschneites) Bild zu sehen gewesen.
Fazit: Zumindest die im Rundfunk üblichen neuen digitalen Übertragungsarten sind keine Garantie für höhere Reichten!

DVB-T

Tolle Sache! Digitaler Empfang von Fernsehsendern (Rundfunk auch möglich) per Antenne. Mehr Sender und überall Empfang - zumindest laut einigen Werbungen. Stimmt auch, aber leider sehe ich da doch einige dunkle Wolken..., denn:

Mehr Sender, klar
Überall? Haha!
Also, wenn ich mit meinem Notebook im Bremer Raum unterwegs bin (z.B. im PKW als Beifahrer), dann "spielt die Musik" nur richtig gut, wenn ich den Fernsehturm sehe... Sonst: Bildeinfrier, Ende aus! Das habe ich mir persönlich aber ein bisschen besser vorgestellt!
Viele Sender? Ja, aber: Die Bildqualität?? Na, ich weiß nicht... Auf kleinen Bildschirmen vielleicht ganz ok, aber auf großen? Ich sage nur: Klötze! 

Mein persönlicher Tipp!

Wer eine DVB-S (digitale Satanlage) hat und vielleicht über einen Wechsel nach DVB-T nachdenkt, der sollte sich das "mehr als zweimal überlegen"!!!

Internet-Radios

Ich muss es leider sagen: Internetradios sind aus meiner Sicht die Zukunft. Ganz klare Sache. Zu überzeugend sind die Vorteile von Internetradios. Dabei sind gar nicht einmal alle "Internetradios" echte Radios, sondern eher Mini Computer im Radiodesign. 

Doch wie funktionieren "Internetradios" ?

Internetradios benötigen immer eine aktive Verbindung zum Internet, denn anders als "richtige Radios", holen Internetradios ihre Informationen nicht über Rundfunkfrequenzen, sondern über das Internet.
Sog. Internetradiosender "streamen" (übertragen in das Internet) Ihre Beiträge in das Internet. Diese können in aller Regel wie eine ganz normale Internetadresse aufgerufen werden. Gängige Formate sind z.B. MP3, etc.
Ein solcher "Stream" kann also auch direkt am PC über ein entsprechendes Programm (Audioplayer) aufgerufen und abgespielt werden. Dass funktioniert auch über viele Browser.
Internetradios machen also nichts anderes, als solche "Streams" abzuspielen.
Je nach Modell, kann die Verbindung zum Internet entweder per LAN (drahtgebunden), oder per WLAN (Funk Netzwerk) hergestellt werden.

Was passiert am Internetradio ?

Internetradios haben fast immer ein sog. Menü. Dort können Sie die Internetsender z.B. nach Sparten, Namen oder Sendern suchen. 
Haben Sie Ihren Lieblingssender gefunden, so können Sie diesen als "Favorit" abspeichen. Typisch sind ca. 10 solcher Speichermöglichkeiten. Favoriten könnte man auch als Stationstasten bezeichnen.
Haben Sie Sie alle Einstellungen vorgenommen, so stellt das Internetradio nach dem Einschalten automatisch eine Internetverbindung her und wenn Sie Ihren Favoriten einstellen, so wird deren "Stream" (URL) vom Radio aufgerufen und Sie hören Ihren Liebingssender so, als wäre er über UKW, etc. gekommen.
Leichte Verzögerungen beim Verbinden sind nicht unüblich.

Welche Vorteile bieten Internetradios?

Klare Sache. Das Internet gewinnt. Und das gilt auch für Rundfunk"empfang". 

Jeder Sender, der ins Internet sein Programm per URL (Stream) "aussendet", kann weltweit "empfangen" werden. 
Ob Ihr Lieblingssender um die Ecke, oder am Südpol seinen Standort hat, egal, es funktioniert und das je nach Sender auch in absoluter Digitalradioqualität!

Zum Thema Webradios habe ich auch eine eigene Seite geschrieben. , die noch ausführlicher ist.

 

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