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Informationen zum Thema anmelde- und gebührenfreier Funk in Deutschland (PMR446, Freenet, LPD, CB-Funk)

Allgemeines Technik Reichweiten
Wie alles begann...
CB-Funk LPD-Funk Freenet-Funk PMR446 Funk
Tipps zum Hobbyfunkgerätekauf
allgemeine Tipps und FAQ´s zum Thema
Sind LPD/PMR446/Freenet und Co eine Alternative zu Handys?
Hobbyfunk contra Betriebsfunk
Hobbyfunk contra Amateurfunk
Eignet sich Hobbyfunk als Notrufsystem?
LPD / PMR446 / Freenet und Co im Ausland
Gebühren
Wesentliche Unterschiede zwischen LPD / PMR446 und Freenet
PMR 446 im Ausland
Hinweise zu so. EXPORTFUNKGERÄTEN! (PDF Datei)
CB Funk im Ausland (Link)
CB-Funk und seine Geschichte
Welche Funktechnik bei Katastrophen?
 
Welche Frequenzen nutzen, LPD, PMR446, Freenet und Co?
Welche Sendeleistungen sind zugelassen ?
Können LPD, FreeNet und PMR446 Funkgeräte miteinander kommunizieren?
Die "Lüge" von den Standby-Zeiten...
Verbotene Dinge...
Was sind CTCSS, DTMF und Co? - Die wichtigsten Begriffe
Wichtige Begriffe - kurz erklärt
Mit welchen Störungen ist durch andere Anwender zu rechnen?
Welche Kanalnormen im CB Funk sind in Deutschland zugelassen?
LPD, Freenet und PMR446 mit Amateurfunkgeräten? Zugelassen?
dPMR446 PMR446 Hobbyfunkgeräte mit Digitaltechnik und 16 Kanälen
Reichweiten-Ranking - was geht am Weitesten...
ca. Reichweiten von PMR446, Freenet, LPD und CB-Funk
Die Reichweitenfalle - Bitte auch beachten!
Also mit Amateurfunk-Handfunkgeräten soll das alles viieel weitergehen...
PMR446 Handfunkgeräte gegen CB Funk Handfunkgeräte

Vorwort:

Wir wissen, dass wir Ihnen mit rund weit über 20 DIN A4 Seiten Informationen, die auf dieser Seite aufgeführt sind, einiges an Lesestoff und Lesezeit zumuten. Aber wie heisst es so schön: Man kann alles sehr einfach erklären, nur irgendwann wird es falsch... 

Wen Sie sich nur für bestimmte Themenbereiche interessieren, so bringen sie die obigen Links direkt zu den einzelnen Themenbereichen. 

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Geschichte:

Wie entstanden CB-Funk, LPD, FreeNet und PMR446 und warum?

Vor den drei Systemen, gab es nur CB-Funk für "jedermann".  

Der Ursprung findet sich - wer hätte das gedacht :-) , in den USA. Irgendwo Ende der vierziger bzw. Anfang der fünfziger Jahre, nutzen u.a. Farmer den 27 MHz Frequenzbereich, als eine Art Betriebsfunk. Anfänglich noch nicht mit so vielen Kanälen. 

CB steht für Citizen Band, also Bürger-Band und wurde immer beliebter. Nicht nur in den USA. 

Auch in Deutschland wurden 27 MHz Frequenzen für Betriebsfunk, Taxifunk, etc. genutzt. Viele Taxen waren z.B. in den sechziger Jahren durchaus noch mit 27 MHz Funkgeräten ausgerüstet. Damals als K-Geräte bekannt. Mit AM als Modulationsart. Die einzelnen Kanäle waren in Bedarfsgruppen unterteilt und durchaus nicht für jedermann frei. Neben THW, DLRG, etc. nutzen auch einige Automobilhilfsclubs die K-Geräte. (Böse Zungen behaupten noch heute, daß einige dieser Clubs nur aus einen Grund gegründet wurden: "Funken wollen"...) K-Geräte Genehmigungen liefen aber ab und wurden (1986?) nicht mehr erweitert. In den USA und in einigen anderen Ländern war der CB-Funk für Jedermann schon längst zugelassen. In den USA z.B. mit 23 Kanälen und 4 Watt auf AM und SSB. Etliche dieser Geräte wurden auch in Deutschland als sog. Exportgeräte, teilweise sündhaft teuer verkauft. Später wurden in den USA aus 23 Kanälen 40 Kanäle. 4 Watt und AM/SSB sind bis heute in den USA geblieben. FM ist auf CB-Funk dort nicht zugelassen. 

CB-Funk erlebte in den siebziger Jahren - mehr oder minder weltweit - (bzw. in den Ländern, die es zugelassen hatten) seine Blüte. CB-Funk war in. Je länger die Funkantenne am Fahrzeug, "desto wichtiger war man". LKW-Fahrer stellten und stellen die größte Gruppe der Nutzer da. In den USA auf Kanal 19, in Deutschland auf Kanal 9 AM (27,065 MHz).

Mitte 1975 viel der Startschuß für CB-Funk in Deutschland. Mit 12 Kanälen und 0,5 Watt AM. Anfangs war es nicht zugelassen, mit fremden Stationen zu funken. (Allerdings meldeten viele nur eine Heimstation an... :-) 

Schnell wurde klar: CB-Funker wollen funken - um des Funken´s Willen und das Medium nicht nur als Betriebsfunk "Light" nutzen. Die ersten 12 zugelassenen Kanälen waren die Kanäle 4-15. Angepasst an die Kanalnorm in den USA. Die unteren drei Kanäle und einige über Kanal 15 blieben vorerst den K-Geräten vorbehalten. ( Ich meine: Bis zum 31.12.1976 konnte man K-Geräte anmelden und diese Genehmigungen waren bis max. 31.12.1986 verlängerbar) 

Anfänglich waren Heimstationen immer anmelde- und gebührenpflichtig. ( erst 15,-, dann 5 DM im Monat) Rufnamen wurden möglichst nicht doppelt vergeben und Doppelnamen waren nicht möglich. ( Ich hatte Charlybravo...)

Da AM nun mal berüchtigt ist, für das Produzieren von Rundfunkstörungen, setzte man einige Jahre auch auf FM. Jetzt 12 Kanäle AM und FM mit 0,5 Watt. FM wurde anfänglich nicht so ganz angenommen. Zu laut waren die (aufgebohrten...) AM-Signale. Auch aus dem Ausland. Wohl um FM beliebter zu machen, wurde einige Jahre nach Einführung des CB-Funks in Deutschland eine Kanalerweiterung vorgenommen. 22 Kanäle FM mit 0,5 Watt. Kanal 1-22. Diese Geräte wurden vom Markt mehr oder minder weniger angenommen. Allerdings wußten "Umsteiger", die Ruhen auf den neuen Kanälen zu schätzen...

Es war auch die Zeit der Schwarzfunker. Es gehörte schon fast zum guten Ton, als "Edel-CB-Funker", mindestens ein Exportgerät zu besitzen und die Fernmeldebehörden hatten alle Hände voll zu tun. Oft ein Hase und Igel-Spiel. Die ersten PLL-gesteuerten CB-Funkgeräte kamen auf den Markt und findige Bastler bohrten ihre CB-Funkgeräte bis zu mehreren hundert Kanäle auf. Alle Modulationsarten wurden genutzt. AM, FM, SSB. Power satt. Bedingt durch Überreichweiten waren (sind) weltweite Verbindungen im CB-Funk durchaus üblich. 

Es war auch eine tolle Zeit. Polizei und andere Behörden hatten alle Hände voll zu tun und die CB-Funkgeräte schrien fast danach getunt zu werden. Viele Schwarzfunker machten aber irgendwann die "Saulus-Paulus-Wende" und wurden ehrbare Funkamateure. Man muß wohl diese Zeit mitgemacht haben, um diese Faszination zu verstehen... :-)

Ende 1983 wurden 40 Kanäle mit 4 Watt zugelassen. Genauer gesagt 40 Kanäle FM 4 Watt anmelde- und gebührenfrei. Und 40/12 Kanal Geräte. Die alten 12 Kanäle von 4-15 zusätzlich umschaltbar auf AM mit 1 Watt. Diese waren und sind anmeldepflichtig. Leider wurden die PLL-IC´s in den CB-Funkgeräten immer schlauer und liessen sich nicht mehr ohne weiteres auf mehr Kanäle erweitern. Viele "FuBas" (Fummler und Bastler) verloren ihre Freude am tunen...

In den Neunziger Jahren wurde der CB-Funk noch einmal erweitert. Auf 80 Kanäle, wobei Kanal 80 einen Kanal (besser 10 kHz) unter Kanal 1 ist und Kanal 41 26,565 MHz ist. 

Die neuen 40 Kanäle sind eine recht deutsche Lösung. Nachbarländer forderten "Schutzabstände" und CB-Funker in Grenzgebieten blieben die neuen Kanäle verwehrt. Alle neuen 40 Kanäle sind FM, 4 Watt. Damit hatte der deutsche CB-Funk, den US-CB-Funk fast überholt. Nur SSB fehlte noch zum CB-Funkglück. Zwar hatten viele "alten Hasen" durchaus schon so ihre Erfahrungen mit SSB, aber - zugelassen war es (noch) nicht.

Aktuell ist jetzt auch auf einigen Kanälen SSB (USB/LSB) zugelassen. Auch Richtantennen sind bedingt erlaubt. Heute verfügen moderne CB-Funkgeräte über Funktionen und Modulationsarten, die zumindest in den Anfangszeiten des deutschen CB-Funks eher zu einer "saftigen Verurteilung" geführt hätten.

Doch die Zeit läuft weiter. CB-Funk hat bei vielen einen schlechten Ruf. Störungen durch Überreichweiten, Störungen durch den netten CB-Funker aus der Nachbarschaft im eigenen Fernseher oder Rundfunkgeräten, sind wohl nur einige Gründe dafür. (obwohl das heute immer weniger vorkommt...)

Im sog. CB-Funk, 27 MHz, sind bis heute als einziges "freies" System, neben Handfunkgeräten, auch Heimstationen und Mobilgeräte zugelassen.

  Doch der 27 MHz CB-Funk hat entscheidende Nachteile für Kommunikationen über kürzere Entfernungen.

  • Bedingt durch den recht niedrigen Frequenzbereich, kommt es immer wieder zu Überreichweiten. Das freut den einen, stört aber im Nahbereich u.U. gewaltig.
  • Bedingt durch den Frequenzbereich ist die Klangqualität nicht vergleichbar mit LPD/FreeNet oder PMR446.
  • Der teilweise recht schlechte Ruf, schreckte neue Anwender ab.
  • Obwohl auch CB-Handfunkgeräte bis zu 4 Watt Sendeleistung erzielen können, so bleibt eine große Hürde der Wirkungsgrad der Handfunkantennen. Teilweise bei 10% und schlechter. Dieses ist dadurch bedingt, dass niedrigere Frequenzen größere Antennenlängen als höhere Frequenzen benötigen. Im Vergleich: GSM-Handy-Mobilfunkantennentypen mit ca. 30cm Länge, wären übertragen auf das 27 MHz CB-Band ca. 9-10 Meter lang! ( Lambda 5/8 mit aufgesetzter Lambda 1/4. Ja, die gab es mal im CB-Funk, als HAM Big Irgendwas....)

Anmerkung: Noch mehr Informationen zum Thema CB-Funk finden Sie hier!

Die Zeit war reif für neue Jedermann-Funksysteme...

Irgendwann so Mitte der neunziger Jahre kam das erste LPD Handfunkgerät auf den Markt. 

Zuerst noch nicht mit festgelegten 69 Kanälen. Der große Zuspruch zeigte, daß Bedarf an anmelde- und gebührenfreien Handfunkgeräten bestand bzw. besteht. Doch: LPD steht für Low Power Devices und mit max. 10 Milliwatt wirklich nur was für Kurzstreckenfunker. 

Als Folge daraus: Nicht selten wurden LPD-Geräte "aufgebohrt" auf mehreren 100 Milliwatt oder mehr. (verboten!)

Hier sei noch bemerkt, dass anfänglich gerade aus Amateurfunkkreisen "große Bedenken" gegen LPD aufkam. LPD liegt im 70cm Amateurfunkband. Es wurde diskutiert, ob "nun alles aus ist auf 70cm" und ob man als Funkamateur überhaupt mit LPD´lern funken darf.... Ich persönlich habe damals die Befürchtungen nicht verstanden. Was  sollte schon bei 10 Milliwatt passieren? 

Selbst in Großstädten wurden die LPD/Amateurfunk-Frequenzen recht wenig genutzt und es gab ebenfalls Befürchtungen, dass das 70cm Amateurfunkband verkleinert werden soll(te). Bedingt durch die starke Verbreitung von PMR446 hat sich das aber weitestgehend gelegt...

Auch ein Kind der 1990 Jahre - der FreeNet Funk

Mit 500 Milliwatt und drei Kanälen (im alten Auto-Telefonband B) schon eine echte Alternative. Interessantweise gab es schon eher Nutzer des FreeNet-Bandes, als Geräte verfügbar waren... :-) 

Endlich wußten die UKW-Schwarzfunker, wo sie senden konnten... Leider ist FreeNet eine mehr oder minder reine deutsche Lösung und es gibt Beschränkungen bei Auslandseinsätzen. 

Der 149 MHz Funkbereich ist in anderen Ländern anders aufgeteilt. Mittlerweile spielt FreeNet gegenüber PMR446 eine untergeordnete Rolle.

Theoretisch ist es das reichweitenstärkste Jedermann-Kurzstrecken-Funksystem, denn das 149 MHz 2m Band ist teilweise etwas reichweitenstärker als das 446 MHz 70cm. Band. Ab 2007 wurden noch einmal zusätzlich 3 weitere Funkkanäle zugelassen.

Freenet-Funk in Deutschland jetzt bis 2015!

Ab 01/2007 mit 6 Kanälen!

  • 149,025 MHz
  • 149,0375
  • 149,050
  • 149,0875
  • 149,100
  • 149,1125

Es musste ein neues europaweit harmonisiertes System her - PMR446

Nach den Erfahrungen mit FreeNet und einigen anderen nationalen Hobbyfunk Systemen in Europa, haben die zuständigen Behörden sich noch vor Ablauf des letzten Jahrhunderts auf ein nahezu europaweit harmonisiertes Hobbyfunk Systems geeinigt. PMR446 wurde so aufgebaut, dass es in fast allen europäischen Ländern eingesetzt werden kann. 

Dabei haben sich die Gründerväter des PMR446 einen besonderen Trick einfallen lassen. 

War es bisher recht einfach, verbotenerweise mit Amateurfunkgeräten im LPD und FreeNet Band zu funken, so wurde dieses durch ein besonderes Frequenzraster im PMR446 Band erschwert. Üblicherweise ging man bisher von einem 12,5 kHz-Raste aus. 

Basierend auf eine "0 bzw. 5 End- Frequenz" Beispiel: FreeNet: Kanal 1 ist 149,025 MHz, Kanal 2 149,0375 und Kanal 3 149,050 MHz. Dass packen fast alle Amateurfunkgeräte, die auch ausserhalb des Amateurfunkbandes senden können. ( LPD liegt innerhalb des 70cm Amateurfunkbandes...)

Im PMR446 Funkband ist der erste Kanal aber um 6,25 kHz "verschoben". Erst dann wird im 12,5 kHz Raster weitergegangen. Erst neuere Amateurfunkgeräte verfügen auch über das 6,25 kHz Raster und (könnten so verbotenerweise!!) das PMR446 Funkraster "simulieren". Dadurch wurde bzw. wird der Einsatz stärkerer Amateurfunkgeräte erheblich erschwert und es kommen zum größten Teil auch heute noch reine PMR446 Funkgeräte zum Einsatz. 

Das ist auch gut so, denn PMR446 ist Kurzstreckenfunk, bestimmt für Anwender, die ohne große Probleme mit relativ einfachen Geräten Kommunikation machen wollen. Viele PMR446 Funker sind auch weniger an der Funktechnik interessiert, sonder betrachten die Funkgeräte mehr als Mittel zum Zweck.

PMR446 hat große Ähnlichkeiten zum US-Amerikanischen FRS System.  

FRS Geräte haben 14 statt 8 Kanäle und senden auf einer etwas höheren Frequenz. Die maximalen Sendeleistungen sind bei beiden Systemen identisch mit 500 mWatt. FRS und PMR446 Funkgeräte haben deshalb auch identische Reichweiten. Es gibt zwar in den USA auch FRS Geräte mit höherer Sendeleistung (z.B. 4 Watt), für den Betrieb benötigt man aber selbst in den USA eine Genehmigung. Diese Geräte sind dann eher vergleichbar mit Betriebsfunkgeräten. Der Betrieb von FRS Geräten ist in Deutschland absolut verboten! 

Thema Reichweiten: Was geht weiter LPD, PMR446 oder FreeNet ? Oder gar CB-Funk?

Platz 1 = Freenet-Funk. Bedingt durch den etwas niedrigeren Frequenzbereich, kann dieses System PMR446 (etwas) abhängen. Freenet-Funk befindet sich mit 149 MHz im sog. 2m Band und nutzt u.a. Frequenzen des alten Autotelefonsystems B-Netz. 

ABER! Das gilt nur aus der Betrachtung der Frequenzbereiche und bei großen Stationsantennen, etc. Da dieses aber im Hobbyfunk nicht vorkommt, weil nur Handfunkgeräte genutzt werden dürfen, geht der wirkliche Platz 1 an PMR446! Das liegt u.a. an möglichen Reflektionen der Funksignale (z.B. an Häuserwänden, etc.) aber auch an dem besseren Wirkungsgrad der Gummiaufsteckantennen. (je niedriger die Sendefrequenz, desto länger wird die Antenne) Beispiel: eine ca. 30 Zentimeter lange Antenne für PMR446 wäre auf CB Funk umgerechnet ca. 5,50 Meter! lang.

Platz 2 = PMR446 nutzt mit 446 MHz Frequenzen im 70cm Band. Der Frequenzbereich wurde weitestgehend europaweit für dieses System harmonisiert.

Platz 3 = LPD liegt auch im 70cm Band (im Amateurfunkbereich!), hat aber mit 10 Milliwatt ungefähr die Sendeleistung schnurloser Telefone. Damit ist LPD zwar ein ideales Nahbereichs-Kommunikationsmittel, aber das war´s dann auch schon.

Sonderstellung: CB-Funk. CB-Funk schlägt alle Systeme. Aber nur wenn man Heimstationsbetrieb oder Mobilfunkbetrieb betrachtet. Mehr dazu auch weiter unten. Eine reine Handfunk zu Handfunk Kommunikation im CB-Funk, kann deutlich schlechter ausfallen, als im PMR446 oder Freenet Band !

Die ca. Reichweiten im einzelnen

Die (ca.) Reichweiten im einzelnen aufzuführen ist nicht ganz einfach, da sehr abhängig von jeweiligen Standorten bzw. Geländen. Auf See bzw. im freien Gelände sind immer wesentlich höhere Reichweiten zu erzielen als in bebauten Geländen. Jedoch dürfte FreeNet mindestens doppelt so weit gehen wie LPD.

 
SYSTEM ca. Reichweiten unter schlechten Bedienungen ca. Reichweiten unter günstigen Bedienungen Kommentare:
LPD Funk um 100 bis 500 Meter 1-3 Km, eher deutlich weniger Bedenken Sie: LPD-Geräte haben 10 mWatt Sendeleistung. Das ist in etwa so viel, wie zugelassene schnurlose Telefone haben. Nur aufgrund des niedrigeren Frequenzbereiches von LPD-Geräten werden in etwa! 3x höhere Reichweiten, als bei schnurlosen Telefonen erreicht... 

Auch " getunte " LPD´s  ( VERBOTEN!!) kommen in der Regel nur auf PMR446 Niveau... Weitere Informationen zum Thema LPD-Funk finden Sie auch hier.

FreeNet Funk 0,5 bis 1 Km 3 bis 6 Km, unter sehr günstigen Bedingungen auch mehr. Da dieses System auf 149 MHz 2m Band arbeitet, verhalten sich die Funkwellen etwa "gutmütiger gegenüber Reflektionen und ungleichmäßiger Ausbreitung.
PMR 446 0,3 bis 1 Km 2-5 Km, unter sehr günstigen Bedingungen auch mehr. bedingt durch den höheren Frequenzbereich, als im FreeNet Funkband, kann von etwa 10-30 % geringer Reichweite ausgegangen werden.
CB-Funk wenige hundert Meter bis 10, 15 Km und mehr tausende von Kilometern. (Hierzu weiter unten mehr) CB Funk nimmt aufgrund seiner Möglichkeiten und der Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwelle eine Sonderstellung ein und ist mit den UKW Systemen Freenet, LPD und PMR446 nur bedingt vergleichbar. 

Eine Kommunikation zwischen zwei CB-Funk Handfunkgeräten kann schlechter ausfallen, als im Freenet oder PMR446 Funk !

Die Reichweitenfalle - Achtung! AUFPASSEN !!

 

Die in der obigen Tabelle angegebenen Reichweiten sind ca. Reichweiten, praxisbezogen und keine "Schönredung". 

Natürlich kann man z.B. bei PMR446 Handfunkgeräten auch Reichweiten von 20 Km und mehr angeben, so von Berg zu Berg und bei freier Sicht, wird das schon mal gehen. Aber sind das reale durchschnittliche Einsatzbereiche? Wohl weniger.

Deshalb bitte dringend beachten! 

Reichweitenschwankungen sind typisch und möglich. Das wird auch nicht durch teuere Modelle ausgeglichen, sondern ist eine generelle Erscheinung in der Funktechnik.

So kann z.B. ein Hobby-Funkgerät im Einsatz in einem Segelflugzeug durchaus weit mehr als 3-5 Km schaffen. In einem sehr stark bebauten Gelände oder in Stahlbetonbauten kann die Reichweite auf unter 100- 200m " zusammenschrumpfen ". 

Unser Tipp:

Gehen Sie immer von einer geringen Reichweite aus, egal was die Werbungen versprechen. Wenn´s mal weiter geht, ist die Freude um so größer...

Zwar sind die Reichweitenergebnisse zwischen den einzelnen Modellen - bedingt durch Qualität, Abstimmung, etc. etwas unterschiedlich, die nachfolgenden Bedingungen gelten aber für ALLE Modelle und ALLE Systeme! 

Schlechte Bedingungen sind auf jeden Fall:

    • Fahrzeug zu Fahrzeug OHNE Aussenantennen (hier sollten Sie unserer Meinung nach eher auf den Einsatz von LPD-Geräten verzichten, bzw. nur wenn: sehr geringe Reichweiten ( he, ich kann dich ja noch sehen...) ausreichend sind.
    • stark bebautes Gelände
    • Wüsten
    • hügeliges bzw. bergiges Gelände, wenn Sie nicht gerade am höchsten Standort stehen...
    • Gebäude mit Stahlträgern, oder dicken Betonmauern
    • Industriegelände mit viel Eisenbauten, etc.
    • Geräte, die dicht am Körper getragen werden. Geräte, die z.B. in Taschen oder an Gürteln verstaut sind, verlieren erheblich an möglichen Reichweiten. Teilweise sind dann nur noch hundert(e) von Metern überbrückbar. ( Achten Sie mal besonders in englischen Spielfilmen, wo dort Polizisten Mikrofon und Antennen tragen. Oft wird einspezielles Handmikrofon mit aufgesetzter! Antenne in Schulterhöhe getragen...)

günstige Bedingungen sind eher:

    • flaches unbebautes Gelände
    • Berg zu Berg ( aber nur, wenn man oben steht...)
    • Seewasser ( Schiff-Schiff )
    • Kommunikation aus Luftfahrzeugen heraus. ( Achtung! Bestimmungen hierfür beachten!! )
    • bei freier Sicht

Oft wird die Frage nach Reichweiten, speziell bei Babyruf / Babyüberwachung gestellt. 

Hier ist "alles drin". Eine ungünstige Platzierung des Senders und eine ungünstige des Empfängers, lässt die Reichweiten in den 100derter Metern Bereich schrumpfen. 

Typisch ca. 500 Meter und eher weniger. Wir haben in diversen eigenen Tests eine ca. Reichweite von Haus zu Haus von etwa 250-400 Metern erzielen können, danach wurde die Kommunikation immer schlechter und riss ab.

Im PMR446 Funkband haben Sie auch eine "etwas unlogische Reichweite". Es ist durchaus möglich, dass eine Verbindung abreisst und nach wenigen Metern wieder funktioniert. Das liegt an Abschattungen und letztlich auch an der Frequenz ( 446 MHz). Innerhalb von Gebäuden z.B. Fabrikhallen mit viel Stahlbeton kann es schon schwierig werden, innerhalb eines Gebäudes zu kommunizieren.

Zum Trost sei gesagt, dass auch wesentlich teuere Systeme kläglich bei schwierigen Bedingungen versagen...

Sonderstellung CB-Funk

Einige CB-Handfunkgeräte können zwar eine höhere Sendeleistung, als PMR446 und Co Funkgeräte produzieren, scheitern oft an den geringen Wirkungsgraden ihrer Antennen. Auch Klangqualität und Störungen durch Überreichweiten, "bremsen" CB-Handfunkgeräte aus. 

Und wenn Sie sich fragen, warum im CB-Funk sogar Verbindungen über teilweise mehrere tausend Kilometer möglich sein können und auf PMR446 und Co nicht, hier eine kurze Erklärung: 

Bis 30 MHz spricht man u.a. von Kurzwelle. Darüber von UKW (oder besser VHF/UHF/SHF, etc) Mit 27 MHz ist CB-Funk am Endbereich der Kurzwelle. Dort gibt es zwei wesentliche Ausbreitungsbedingungen, die auf höheren Frequenzbereichen so fast nie vorkommen: Die Bodenwelle und die Raumwelle.  

Fast alle Antennen strahlen Sendeleistungen auch "gen Himmel". Futsch für die Bodenwelle. Bodenwelle ist wohl am einfachsten mit "Quasi-Optischer Verbindung" erklärt. Die Signale "bleiben am Boden" und es sind - eben Quasi-Optische Reichweiten - möglich. Je nach Frequenzbereich können Bodenwellen einige Step´s "über den Horizont machen". 

Anders die Raumwelle. Bei Überreichweiten (Sonneflecken Maxima, etc) sausen die in den Himmel geschossenen Signale nicht einfach ab, sondern werden an verschiedenen Sphären reflektiert. Je nach Öffnungswinkel kommen dann diese Signale wieder irgendwo am Boden an. 

Im CB-Funk ist "die Lücke" oder genauer Tote Zone zwischen Bodenwelle und Raumwelle etwa 1000 Kilometer groß. Stärkere Signale können auch mehrmals "hopsen" und dadurch sind weltweite Verbindungen über die Raumwelle möglich. 

Je höher der Frequenzbereich, desto mehr verhalten sich diese Frequenzen wie Licht. 

Im 446 MHz Funkbereich sind solche "Raumwunder" extrem selten und auch nicht über solche Entfernungen. Dadurch kommt es auch auf solchen Frequenzbereichen nicht zu Störungen aus anderen Ländern. Im CB-Funk schon. 

Eigentlich könnte man sagen: Der CB-Funk ist ein Top-DX-Frequenzbereich. (in Abhängigkeit von den Ausbreitungsbedingungen. DX = Fernverkehr)

Reichweiten von Amateurfunkgeräten

Eine völlig andere "Baustelle" ist der Amateurfunk. Da dieses Thema sehr komplex ist, hier nur kurz einige Informationen zu Amateurfunk Handfunkgeräten.

Vergleichbar zum LPD oder PMR446 Funk wären Amateurfunk Handfunkgeräte mit dem 70cm Amateurfunkband. Je nach Modell schaffen aktuelle Versionen bis zu ca. 5 Watt Sendeleistung. Einige etwas mehr. Da der 70cm Amateurfunkbereich sehr nahe am PMR446 Bereich liegt (430-440 MHz zu 446 MHz), sind direkte Reichweitenvergleiche absolut sinnvoll.

Wie schon beschrieben, ist die derzeitige max. und typische Sendeleistung von leistungsfähigen Handfunkgeräten um ca. 5 Watt begrenzt. Das bedeutet ja nicht 10x mehr Reichweite gegenüber PMR446 mit 0,5 Watt...

Aber wie können z.B. mit solchen Amateurfunk Handfunkgeräten Reichweiten um 50 oder 100 Km (und mehr) realisiert werden?

Die Antwort ist einfach. Mit einem "Trick". Es werden sog. Repeater - als Relais-Funkstellen zwischengeschaltet. 

Diese sind ganz grob gesagt mit Handy Funktürmen vergleichbar. Ein Repeater ist eine automatisch arbeitende Funkstelle. Diese Relais-Stationen werden üblicherweise auf hohen Gebäuden, Türmen, oder auf Bergen, etc. aufgebaut. 

Diese guten Standorte, verbunden mit leistungsfähiger Technik ermöglichen weitaus bessere Reichweiten, als  z.B. Handfunkgeräte, die über ein Relais arbeiten.

Handfunk ---> sendet zum Relais ---> Relais sendet zeitgleich wieder aus (zwei Frequenzen notwendig) ---> andere Teilnehmer können so das Handfunkgerät überall dort hören, wo das RELAIS hörbar ist. 

Und das können schon mal 50, 100 oder mehr Kilometer sein. Somit wird hier nicht die Reichweite des Handfunkgerätes betrachtet, sondern die des Relais ! Diese Technik ist nicht für den Hobby Funk vorgesehen.

Für die Teilnahme am Amateurfunk ist u.a. eine bestandene Prüfung und ein gültiges Rufzeichen notwendig. Es ist kein Hobbyfunk, wenn gleich es durchaus ein sehr interessantes Hobby ist... Amateurfunk und Prüfung? Hier können sie schon einmal etwas ihre Kenntnisse prüfen (roter Punkt verrät ob richtig oder falsch...)

Also: Nicht die Amateur Handfunken funken weiter, sondern die zwischengeschalteten Relais-Funkstellen!

Eine ebenfalls oft gestellte Frage ist, warum man denn nicht solche Relais für PMR446 und Co macht?

Abgesehen von Umsetzbarkeit (u.a. Betreiber, Kosten, etc.) und  Zulässigkeit, sollte man LPD, Freenet und PMR446 eher als Kurzstreckenfunk für Jedermann betrachten. Keine komplizierten Techniken. Auch soll eine klare Grenze zwischen prof. Systemen, Mobilfunk und Amateurfunk bleiben. Sie alle haben ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile.

Tipps für den Kauf von Hobby-Funkgeräten - Das sollten Sie beachten

PMR446, LPD und Freenet Funk
Nicht den oft völlig überzogenen Reichweitenangaben einzelner Anbieter blind vertrauen
  • Das gilt für alle Systeme. Es mag ja lustig sein, wenn auf einer Verpackung tolle Reichweiten versprochen werden, weniger lustig wird es aber, wenn man diese später nicht realisiert bekommt. 
  • Bitte lesen Sie deshalb ggf. unsere Kommentare zu den jeweils möglichen ca.! Reichweiten.
Billig ist nicht immer günstig
  • Nur wer Geräte  für den ganz gelegentlichen Einsatz sucht, keine Ansprüche an optionales Zubehör und auch sonst nur geringste Anforderungen stellt, ja der darf sicherlich ein sehr preiswertes Modell kaufen.
  • Vorsicht! Das böse Erwachen kommt spätestens, wenn Sie optionales Zubehör anschließen wollen. Prüfen Sie vor Kauf genau!, ob Ihr gewünschtes Modell auch hier später nicht eine herbe Enttäuschung bereit hält - schlicht, weil es keines gibt...
  • Nicht wenige von den sehr billigen Modellen erreichen die erlaubten zulässigen Sendeleistungen NICHT! Irgendwann ist einfach mal Schluss mit "sparlustig". Leistungsfähige Bauteile kosten Geld.
 
Was kann einem passieren, wenn man "billige Modelle" kauft?

Wie oben schon beschrieben, geht es irgendwann "ans Eingemachte" und die Qualität sinkt. Gerade bei den ganz billigen Modellen werden immer wieder folgende "Eigenarten" bemerkt:

  • wirklich 500 mWatt ERP Sendeleistung? haha!
  • Mikrofonbuchsen genormt? Eher nicht! Folge: Probleme bei optionalem Zubehör!
  • Akkutypen? Tja, nicht wenige Modelle nutzen völlig eigene Typen und beim Nachkauf wird es dann "so ein wenig teurer, als erwartet"...
  • Vox-Ansprechempfindlichkeiten? Haha!
  • Verarbeitung? Klar, bei "ner Hand voll Dollar" bestimmt suuper gut...

Natürlich macht es keinen Sinn, ein teueres Modell zu kaufen, wenn der 5 jährige Nachwuchs einem erklärt, "habe gerade die Antenne fachgerecht demontiert, sieht doch jetzt viieel schööner aus" :-). 

Wer aber ernsthaft über den Einsatz von optionalen Headsets oder etwas anspruchsvollern Einsätzen nachdenkt, der sollte nachdenken!! Es gibt günstig, preiswert und billig...

 

Nur DAS TEUERSTE Modell ist richtig gut leider auch nicht. Nicht jedes Modell passt für jeden Zweck und für jeden Anwender. Oft sind Geräte aus der preislichen Mittelklasse (ca. 70-100 Euro pro Gerät, oder Set), die Modelle, die für private Anwendungen oft die interessantesten Modelle sind. 

In dieser Klasse finden Sie fast immer Modelle von Anbietern, die auch weiteres optionales Zubehör anbieten. Auch sind diese Geräte für den reinen privaten Gebrauch (und bei vorsichtiger Anwendung auch im kommerziellen Bereich) ausreichend stabil.

Wann "Billig-Geräte" Billiggeräte - ja, wenn:
  • Für gelegentliche Anwendungen ohne besondere Ansprüche - das gilt auch für Qualität, Verarbeitung, max. Sendeleistungen und technische Möglichkeiten. (wenn kaputt, dann Tonne...)
  • Kein grosses Interesse an optionales Zubehör besteht
  • Ganz kleine Hände im Spiel sind. Für die "jüngsten Funker" unter uns, sind solch preiswerte Geräte durchaus ein ausreichender Einstieg in die Welt der Funktechnik. Da wird schon mal schnell ein Gerät hingeworfen, irgendwo liegengelassen, oder fällt schlicht dem Forscherdrank zum Opfer... Hier kann es dann sehr beruhigend sein, wenn man nicht gleich "nen Hunni abrauchen" sieht... :-)
  • Wer die "Billig-Welt" mit offnen Augen sieht. Wenn kaputt, dann Entsorgung und nix lange larifari... 

Billiggeräte - nein, wenn:

  • Man Wert auf optionales Zubehör, wie Headsets, Mikrofone, etc. legt. Hier hapert es oft bei diesen Modellen. Einige Modelle weden zwar heute sogar mit Zubehör im Set angeboten, aber bei einem Nachkauf, kann es dann zu Problemen kommen.
  • Man glaubt, man bekommt die gleiche Qualität, wie bei Modellen der Mittelklasse oder Profiklasse. 
  • Wenn man Wert auf eine robustere und solidere Konstruktion legt. Das erfüllen durchaus nur wenige Modelle dieser Preisklasse.
  • Kommerzielle Anwendungen (nur, wenn "Gebrauch und dann ex und weg...")

Geräte dieser Klasse liegen irgendwo zwischen unter 20-40 Euro pro Set. Genau kann man das allerdings nicht festlegen.

Wann "Mittel-Klasse" Geräte der Mittelklasse - ja, wenn:
  • Die preisliche Mittelklasse dürfte für viele Anwender die interessanteste sein. 
  • Geräte in dieser Preisklasse bieten oft mehr Funktionen, als Modelle der Profiklasse. 
  • Ihre Stabilität kommt zwar nicht immer ganz an die, der Profigeräte heran, ist aber auch nicht mehr sehr weit davon entfernt.
  • Hier kann und darf der Anwender schon mit einem breiteren Angebot an (optional) Zubehör für die jeweiligen Modelle rechnen.
  • Bedingt auch für kommerzielle Anwendungen geeignet, wenn nicht gerade besondere Anforderungen an Stabilität, oder speziellen Funktionen gestellt werden.

Geräte der Mittelklasse - nein, wenn:

  • kommerzielle Anwendungen, die schon im Bereich von Betriebsfunktechnik liegen können.
  • Besondere Anforderungen an Gehäusestabilitäten gestellt werden

Geräte dieser Klasse liegen ungefähr im Bereich bis 100,- Euro pro Set

Wann "Profi-Klasse" Modelle der echten Profiklasse - nur PMR446 und FreeNet-Funk 

Fast alle PMR446 und Freenet Handfunkgeräte der sog. "Profi-Klasse" sind gedrosselte Betriebsfunkgeräte und somit nur bedingt vergleichbar mit Modellen der preiswerteren Klassen.

  • kommerzielle Anwendungen, die schon im Bereich von Betriebsfunktechnik liegen können.
  • Besondere Anforderungen an Gehäusestabilitäten gestellt werden
  • mehrere Geräte eingesetzt werden - z.B. Mehrfachstandlader notwendig, etc.
  • Programmierbarkeit der Geräte notwendig sein kann (CTCSS, etc.)
  • Robustes und zuverlässiges Zubehör wichtig ist.

Geräte dieser Klasse kosten durchschnittlich zwischen 150 und über 200 Euro - pro Stück

Eine Marke ist besser als eine andere... Vorsicht! 
  • Nicht wenige Modelle werden unter unterschiedlichen Bezeichnungen oder Namen vertrieben. Es gibt mehr Modelle als unterschiedliche Versionen am Markt. (OEM, etc.)
  • Die Zulassungsbestimmungen grenzen den Spielraum der Hersteller ein!
  • Hat mal ein Hersteller eine gute Idee gehabt, andere ziehen bestimmt schnell nach...
Welche Marke(n) sind empfehlenswert ?
  • Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir hier keine klare Empfehlung geben. Das wäre nicht nur ungerecht, es träfe auch nicht immer zu. 
  • Nicht jede Marke macht bei allen seinen Modellen einen Glücksgriff und Aussenseiter können durchaus hochinteressante Modelle anbieten.

Tipp: Wenn Sie ein Modell finden, welches Ihnen spontan gefällt, dann nicht aus den Augen verlieren, ggf. noch einmal etwas mit einigen anderen Modellen abgleichen und dann entscheiden. Wer versucht, die "eierlegende Wollmilchsau" zu finden, könnte bei der grossen Angebotsvielfalt vielleicht den Überblick verlieren..

Top-Fehler
  • Mist, meine Geräte funken ja gar nicht " 5 Km weit", die sind bestimmt kaputt! Nein, müssen sie nicht! Lesen sie bitte hierzu die Kommentare zu den möglichen Reichweiten!
  • Überlegen Sie genau, ob Sie später nicht andere Verwendungsmöglichkeiten für PMR446 Funkgeräte haben. Wenn sie erst mal nicht mehr als Babyruf dienen müssen, vielleicht sind sie dann gut für Motorradfunk... Und dann unbedingt an die Zubehörsache denken!!!
  • Davon ausgehen, man ist alleine! Vielleicht hat Ihr Nachbar auch ein PMR446 Funkgerät! Der freut sich bestimmt über Neuigkeiten von Ihnen...
  • PMR446 ersetzt weder Betriebsfunk noch Handys, bzw. nur im Rahmen der Möglichkeiten im PMR446
CB-Funk
Da im CB-Funk nicht nur Handfunkgeräte, sondern auch Heimstationen und Mobilfunkgeräte zulässig sind, würde ein genauere Liste hier den Rahmen dieser Seite sprengen. Deshalb hier nur einige ganz wichtige Punkte.
Handfunk zu Handfunk Oft geringere Reichweiten, als im Freenet oder PMR446 Funk, da der Wirkungsgrad der Gummiaufsteckantennen bei CB Handfunkgeräten oft sehr gering ist.

LPD, Freenet und PMR-446 mit sog. Amateurfunkgeräten

erlaubt? In nahezu allen Ländern - so auch in Deutschland - ganz klar nein. Auch nicht für Funkamateure, auch nicht für irgendeine Ausrede. Nada Zero - no way. Soweit zur rechtlichen Situation!
Technisch gesehen
  • Technisch gesehen können diverse Amateurfunkgeräte modifiziert werden, dass sie im Freenet, LPD und PMR446 arbeiten können. 
  • Zumindest bei Handfunkgeräten ist eine Erweiterung auf CB Funk allerdings nicht mehr drin
Was muss das Amateurfunkgerät können?
  • Es sollte min. der Frequenzbereich bis 150 MHz und ca. 430-450 MHz sendeseitig wie empfangsseitig zur Verfügung stehen
  • Für PMR446 wird zusätzlich das Abstimmraster von 6,25 kHz notwendig, sonst lassen sich die Frequenzen nicht richtig einstellen
Gibt es überhaupt Länder, wo das zugelassen sein könnte?
  • Es gib in einigen Regionen der Erde wo Sonderlösungen gelten bzw. es wird weniger auf das Einhalten von Bestimmungen wert gelegt.
  • Wer hier alles richtig machen möchte, sollte die jeweiligen zuständigen Behörden vor Nutzung ansprechen
Welche Vorteile bringt mir das Nutzen von Amateurfunkgeräten auf LPD, PMR und Co?
  • Rechtlich erst einmal keine. Es ist bei Strafe verboten.
  • Da Amateurfunkgeräte deutlich flexibler sind, hat man mehr als die zugelassenen Sendeleistungen, man kann die Antennen abschrauben und einige Spielereien mehr.
Ich habe ein" Seefunk Sprechfunk Zeugnis, habe Fliegerfunk Erlaubnis" und will mit Amateurfunkgeräten funken?
  • Schön, aber nicht im Flugfunk oder Seefunk, oder PMR446 Funk, etc.
  • Amateurfunk ist Amateurfunk und Flugfunk Flugfunk, usw. Das gilt für Anwender wie für Geräte. No Mix.
Gibt es ganz rein zufällig ein Funkgerät, was Amateurfunk, CB-Funk, Freenet, LPD, PMR446, Seefunk, Radio, Flugfunk (nur Empfang) kann?
  • Ja. Das YAESU FT817(ND) kann nach Modifikation  dieses rein theoretisch. (nur technisch gesehen, nicht rechtlich) Gilt auch für das YAESU FT-857(D)
mehr auch hierzu HIER  

 

PMR446 ist kein Spielzeug,  

auch wenn die Gerätepreise teilweise "gefährlich Nahe an Spielzeugfunkgeräte-Preise" rankommen. Das sollte man auch bei der Anschaffung solcher Geräte bedenken. Nicht wenige Anwender haben recht kommerzielle Anwendungsaufgaben, teilweise solche, die man früher sonst mit reinen Betriebsfunkgeräten erledigt hat bzw. auch noch heute erledigt.

Hobby-Funker können ruhig "Fantasie-Rufnamen" nutzen. Das bleibt den Anwendern überlassen, jedoch ist es ratsam eine gewisse Umgangsform zu wahren. Der Nachbar könnte mithören...

 

Die wichtigsten Unterschiede zwischen LPD / PMR446 / Freenet

LPD PMR 446 Freenet Funktechnik
10 Milliwatt Sendeleistung 500 Milliwatt Sendeleistung 500 Milliwatt Sendeleistung
69 Kanäle analo 8 Kanäle analog (+16 digitale Kanäle) 6 Kanäle analog
70cm Band 433 MHz 70cm Band 446 MHz 2m Band 149 MHz
zugelassen in vielen europäischen Ländern, aber nicht in allen. zugelassen in  fast allen europäischen Ländern, die das PMR446 Konzept tragen mehr oder minder nur für Deutschland
anmelde- und gebührenfrei in Deutschland anmelde- und gebührenfrei in Deutschland anmelde- und gebührenfrei in Deutschland

TECHNIK

Welche Frequenz-Bereiche nutzen LPD, PMR446, CB-Funk und FreeNet Funkgeräte?

Alle drei Systeme nutzen UKW Frequenzen.  CB-Funk ist im Kurzwellenbereich

 
LPD PMR446 Freenet CB-Funk
70cm Band - 433-434 MHz 70cm Band - 446 MHz 2m Band - 149 MHz  26/27 MHz - Kurzwelle, 11m Band

FreeNet ist im 2m Funkband angesiedelt. Früher nutzte das alte Autotelefonsystem " B " diese Frequenzen. 3 Frequenzen wurden dann für FreeNet freigegeben. Und zwar 149,025, 149,0375 und 149,050 MHz. Ab 2007 wurden noch einmal zusätzlich 3 weitere Funkkanäle zugelassen.

Ab 01/2007 mit 6 Kanälen!

  • 149,025 MHz
  • 149,0375
  • 149,050
  • 149,0875
  • 149,100
  • 149,1125

PMR 446 ist im 446 MHz 70cm Funkbereich angesiedelt. 

Anders als im LPD oder FreeNet sind die PMR446 Frequenzen so gelegt, daß sie nur richtig mit Amateurfunkgeräten, die über ein 6,25 kHz Kanalraster verfügen, geschaltet werden können. ( Frequenzraster ) 

Damit ist PMR 446 auch etwas abhörsicherer, als LPD und FreeNet. [ Die erste Frequenz ist um 6,25 kHz gegenüber "üblichen Eckfrequenzen" verschoben und geht dann pro Kanal um 12,5 kHz weiter. Zwar können fast alle Amateurfunkgeräte das 12,5 kHz Raster, aber eben nicht 6,25 kHz... :-) ]

Die 8 analogen PMR446 Funkkanäle

  • Kanal 1    446,00625 MHz
  • Kanal 2    446,01875 MHz
  • Kanal 3    446,03125 MHz
  • Kanal 4    446,04375 MHz
  • Kanal 5    446,05625 MHz
  • Kanal 6    446,06875 MHz
  • Kanal 7    446,08125 MHz
  • Kanal 8    446,09375 MHz

soweit die analogen Kanäle, 

aber es gibt eigentlich 24 (echte) Kanäle im PMR446, den hinzugekommen sind 16 digitale Kanäle mit 6,25 kHz Kanalraster und digitaler Technik! Frequenzbereich: 446,103125 - 446,196875 MHz

Die 16 digitalen PMR 446 Funkkanäle

  • Kanal 1   446.103125
  • Kanal 2   446.109375
  • Kanal 3   446.115625
  • Kanal 4   446.121875
  • Kanal 5   446.128125
  • Kanal 6   446.134375
  • Kanal 7   446.140625
  • Kanal 8   446.146875
  • Kanal 9   446.153125
  • Kanal 10 446.159375
  • Kanal 11 446.165625
  • Kanal 12 446.171875
  • Kanal 13 446.178125
  • Kanal 14 446.184375
  • Kanal 15 446.190625
  • Kanal 16 446.196875

 

Also: 8 analoge Kanäle und 16 digitale. Leider gibt es nur sehr wenig Geräte, die die digitale Technik unterstützen.

 

LPD nutzt Frequenzen im 70cm Amateurfunkband! und zwar den Frequenzbereich 433,075 - 434,775 MHz. 

Die ersten LPD Handfunkgeräte wurden noch nicht mit 69 Kanälen ausgeliefert, sondern mit freier Frequenzeinstellung. Die typischen 69 Kanäle ergeben sich durch ein Kanalabstand von 25 kHz. (alle 25 kHz ein neuer Kanal) Das hat sich bei Anwendern und Herstellern so eingebürgert und dürfte deshalb heute als Standard angesehen werden.

Dieser Bereich wird von diversen Low Power Device Geräten genutzt. Das sind nicht nur kleine Handfunkgeräte, sondern auch Alarmanlagen, Fernsteuerungen, Kopfhörer, Wetterstationen, etc. Aber auch Funkamateure dürfen diesen Frequenzbereich nutzen. Und das mit bis zu mehreren hundert Watt! Heute ist der LPD Funk eher weniger ein Thema, da es kaum noch reine LPD Handfunkgeräte gibt, sondern fast nur noch in Kombination mit PMR446 - als Dualbandgeräte mit LPD/PMR446.

CB-Funkgeräte 

arbeiten im 11m Kurzwellenband zwischen 26 und 27 MHz.

In Deutschland sind es derzeit 80 Kanäle zwischen 26,565 - 27,405 MHz. Aus historischen Gründen gibt es einige Lücken und Verdrehungen zwischen Kanälen und Frequenzen. Die FM Modulation ist in Deutschland weiter verbreitet, als die AM Modulation. (Ausnahme u.a.: "Trucker-Kanal 9 AM) Weltweit gibt es unterschiedliche CB Funk Systeme, einige sogar auf völlig anderen Frequenzbereichen. So gibt es in Australien z.B. CB-Funk im 70cm Band.

Welche Sendeleistungen sind zugelassen

 
Freenet PMR446 LPD CB-Funk (Deutschland)
500 Milliwatt 500 Milliwatt 10 Milliwatt
  • FM Modulation: 4 Watt
  • AM Modulation: 4 Watt
  • SSB Modulation 12 Watt PEP

Vorteile dPMR446 Digitalfunkgeräte zu den analogen PMR446 Handfunkgeräten

Die 16 digitalen PMR446 Funkkanäle reihen sich direkt nach den analogen an. 

Können LPD, FreeNet und PMR446 Funkgeräte untereinander kommunizieren?

 
Alle zugelassenen Geräte eines Systems können untereinander kommunizieren. 

Es ist also nicht notwendig, immer gleiche Gerätemodelle zu nutzen. In ganz seltenen Fällen kann es zu Problemen ( Inkompatibilitäten ) bei der Nutzung von CTCSS oder DCS kommen. 

Allerdings können Sie keine Systeme mixen. LPD-Funkgeräte können NICHT mit PMR446 Funkgeräten kommunizieren, bzw. PMR446 nicht mit LPD oder FreeNet. 

Verfügen Sie also bereits über Geräte eines Systems, so müssen Sie zur Erweiterung Geräte des gleichen Systems kaufen. ( oder alles komplett neu kaufen. Gilt nicht für das Zubehör. Dieses ist oft kompatibel... )

Modernere LPD/PMR446 Kombi-Funkgeräte bieten die Möglichkeiten in beiden Systemen zu Kommunizieren. 

 Leistung, Leistung, Leistung... (Reizthema... :-)

 
LPD Funkgeräte eine max. Sendeleistung von 10 Milliwatt, was in etwa der Sendeleistung von zugelassenen Schnurlos-Telefonen entspricht. 

FreeNet und PMR446 Funkgeräte haben 500 Milliwatt. 

Nun könnte man geneigt sein zu glauben, daß FreeNet und PMR446 50x mehr Sendeleistung haben als LPD. Das stimmt aber nur den Zahlen nach, nicht in der Funktechnik. 

Hier etwas Technik: Um ein Signal um 6dB  anzuheben -  was ganz grob!! einer gefühlten [nicht technisch genauen] Reichweitenvergrößerung von 10-30 % entspricht - , muss die Sendeleistung vervierfacht werden. Jetzt noch einmal 6dB und schon muss wieder vervierfacht werden. Schnell sind mehrere hundert Milliwatt oder Watt erreicht, aber keine 50x höhere Reichweite. (0,5 auf 2 auf 8 auf 64 auf 256 Watt, usw...)

Man kann auch das Spiel mit der Sendeleistungserhöhung - speziell bei Freenet oder PMR446 Handfunkgeräten nicht beliebig weiterführen. Bei ca. 4-5 Watt (ganz moderne Geräte können derzeit bis ca. 7 Watt) ist schluss. Akkus werden zu sehr belastet und die Endstufen "kochen.." Darüber hinaus kommen einfachen standortbedingte Reichweitenbegrenzungen, etc. Damit sollte klar sein, wie sinnvoll (verbotene) Sendleistungserhöhungen sind...

Überlegen Sie deshalb genau, ob diese Art Tuning angebracht ist. Wesentlich mehr bringt eine bessere sprich leistungsfähigere Antenne!...(leider auch verboten...)

 Verboten, verboten, verboten... (auch ein Reizthema... :-)

 
Gleich vorweg: Die nachfolgenden Zeilen stellen in keinster Weise eine rechtliche Beratung da. Wer es genau wissen möchte, sollte die zuständigen Behörden -  z.B. www.bundesnetzagentur.de , oder einen Rechtsanwalt ansprechen. Und zugegeben, die nächsten Zeilen sind womöglich auch nicht ganz vorurteilsfrei und korrekt... :-) Also: alles unverbindlich.

Von illegal und Spass...

Kaum eine Geräteart verleitet seine Anwender, so sehr zum "Tunen", wie Funkgeräte. Das war schon in den Anfängen im CB-Funk so, bei LPD empfanden es nicht wenige Anwender "als ihre Pflicht", den "elenden 10 Milliwatt" den Garaus zu machen und bei PMR446 und Freenet sieht s kaum anders aus.

Da wird jede noch so geringe Leistungserhöhung und Verbesserung "als Sieg über die Technik" empfunden - und der Autor kann durchaus diese Freude nachempfinden... :-)

rechtlich - wen wundert es - sieht es nun anders aus.

Das Verändern von LPD, Freenet, PMR446 oder CB-Funkgeräten ist (bei Strafe) verboten. Zulassungen erlöschen. Punkt aus. Und die Hersteller der betreffenden Geräte, werden wohl im Gewährleistungsfall nur kalt lächelnd abweisen... 

Ein weiterer Aberglaube ist...

Das man z.B. Amateurfunkgeräte mit entsprechender Frequenz- und Leistungsanpassung auf den o.g. Systemen betreiben darf. Nein, darf man nicht. 

Einzige Ausnahme: Funkamateure können im Rahmen ihrer Genehmigungsklasse im 70cm LPD Funkbereich Betrieb machen, da sich der LPD und Amateurfunkbereich hier überschneiden. 

Finger weg von amerikanischen FRS Geräten! Auch wenn es reizt, solche Geräte aus USA mitzubringen, so gewinnen Sie nichts.

  • Sind in Europa absolut verboten.
  • Keine CE Zulassungen, etc.
  • Sind nicht kompatibel zu PMR446, LPD oder Freenet ( anderer Frequenzbereich)
  • Haben zwar 14 Kanäle, aber auch nur 500 mWatt. (stärkere Version (um 4 Watt) benötigen selbst in den USA eine Genehmigung)
  • Sie könnten andere Funkdienste stören. Ist sehr strafbar...!
  • Lassen Sie sich nicht einreden, FRS Geräte wären in Deutschland erlaubt! Das sind sind sie absolut NICHT!
  • umgekehrt sind unsere europäischen Systeme NICHT in Ländern wie USA oder Kanada erlaubt! 

Was sind Selektivruf, CTCSS, DTMF und Co ?

CTCSS, DTMF, CCIR, ZVEI, etc., das sind alles Selektivrufsysteme. Der Selekti(ve)-Ruf ermöglicht das gezielte Ansprechen einzelner Geräte oder Gerätegruppen. Teilweise mit Empfangsbestätigung. 

Die Funktionsweisen der einzelnen Systeme wie DTMF, CTCSS sind unterschiedlich. Alle gemeinsam haben jedoch folgende Arbeitsweisen: Die rufende Station sendet neben der Sprache kurzzeitig, oder bei CTCSS dauerhaft einen Ton bzw. Tonfolge mit. Die Empfangsstation(en), die auf den gleichen Code eingestellt sind, werten die Töne aus und schalten ihren Lautsprecher ein. 

Logischwerweise müssen die Geräte eingeschaltet sein. Stimmen die Codes nicht überein, oder es wird überhaupt kein Selektivruf mitgesendet, bleibt der Lautsprecher im Empfänger abgeschaltet. Sie können zwar bei einigen Modellen mit sog. S-Metern oder Empfangs-LED sehen, ob Funkverkehr herrscht, diesen aber nicht mithören und auch nicht mit teilnehmen.

Die Arbeitsweisen im einzelnen:

DTMF = Den kennen Sie schon von Ihrem Telefonen oder Anrufbeantworten her. Diese Töne ( es gibt verschiedene / 0-9 + Sonderzeichen ) werden zum Rufen benutzt und VOR der Sprachaussendung abgesendet. Einmal aktiviert schliessen die meißten Empfänger Ihren Lautsprecher nur wieder manuell.

CTCSS = Bei diesem System wird bei der Sprachübertragung beim Senden ein ( fast ) unhörbarer Pilotton  " huckepack "  mitgesendet. Die Gegenstation, die den gleichen Code benutzt schaltet jetzt ihren Lautsprecher ein. Fehlt dieser Pilotton, oder es wird ein anderer Ton ( typsich ca. 88,5 Hz bis 248 Hz ) gesendet, bleibt der Lautsprecher im Empfänger stumm.

Hinweis: In einigen Werbungen wird von virtuellen Kanälen gesprochen. Das ist unserer Meinung nach Q... Es entstehen keine neuen echten Kanäle.

ZVEI = Gebräuchlich u.a. im Betriebsfunk, nicht aber im FreeNet oder LPD. Ähnlich DTMF, aber mit 5 Tönen. Das System lässt eine genaue Erkennung zu, WER gerufen hat ( funktioniert teilweise auch bei DTMF ). Ebenfalls reagieren die meißten gerufenen Geräte völlig automatisch mit einer Quittungsfolge. Der Rufer weiß also, ob sein Ruf angekommen ist oder nicht.

CCIR = Sonderform, ähnlich ZVEI. Häufig nur 3 Töne.

Durch die Nutzung unterschiedlicher Selektivrufcodes ( CTCSS, DCS, etc.) können sich verschiedene Nutzergruppen u.U. nicht gegenseitig hören, sehr wohl aber stören, da die Frequenzen ja  belegt sind. 

Es kann dann zu Unterbrechungen bzw. Reduzierung der Reichweiten kommen. Einige Modelle lassen das Reinhören in den jeweiligen Kanal ( Frequenz) ohne Selektivrufsystem zu, bzw. ganz abschalten.  (Sie können alle Funkteilnehmer hören, nicht aber die Selektivruf-Funkteilnehmer ansprechen

 Mit welchen Störungen sind zu rechnen ?

 

Da alle vier Systeme für jedermann zugelassen sind, gibt es logischerweise keine Exclusivitäten.  

Im LPD Band 

tummeln sich Funkamateure und andere LPD Geräte wie Fernsteuerungen, Alarmanlagen, Kopfhörer, etc. Jedoch dürfte selbst in Ballungsgebieten es recht selten sein, mehr als ein bis drei Nutzer gleichzeitig in einem der 69 verschiedenen Kanäle zu finden. Somit wird sich fast immer ein total ruhiger Kanal finden lassen.

Im FreeNet  

kann es, zumindest in Ballungsgebieten schon zu mehr Frequentierung auf einem der 6 Kanäle kommen, die aber häufig ebenfalls nicht störend sind.( weiter entfernt ) 

Manchmal können Sie auch einige Schwarzfunker im FreeNet Band hören, die teilweise mit hohen Sendeleistungen und Aussenantennen ihre Gesprächsrunden halten. Aber das ist fast immer eher interessant als störend... :-)

Im PMR446

sieht es teilweise etwas anders aus. Da dieses System seit vielen Jahren recht populär ist und entsprechend viele Geräte im Umlauf sind, kann es hier besonders in Ballungsgebieten, aber auch Konzerten, Autorennen, oder anderen Massenveranstaltungen sind Überbelegungen der (8) Kanäle nicht auszuschliessen. Auserhalb dieser Bereiche, sollte sich aber immer min. ein freier Kanal finden lassen.

Störungen durch ausländische Sender, oder wetterbedingt, sind im FreeNet sehr selten und im LPD Band extrem selten und eher  zu vernachlässigen. Ebenfalls ist im PMR446 Funkband mit sehr sehr wenigen Störungen dieser Art zu rechnen. Überreichweiten dürften sehr sehr selten sein...

CB-Funk

Auch hier nimmt der CB-Funk eine gewisse Sonderstellung ein. Bedingt durch den recht niedrigen Frequenzbereich (gerade noch Kurzwelle), kann es nicht nur zu typischen Störungen im KFZ Bereich, wie Lichtmaschine, Lüfter, Pumpen, etc. kommen, sondern auch durch Überreichweiten, die - je nach Sonnenaktivität - rund alle 11 Jahre ihr Maximum erreichen. Dann bricht im CB-Funk "die Hölle" aus und Stationen aus aller Welt, besonders aber aus Süd- und Osteuropa stehen dann mit hammerharten Signalen hier an, die eine vernünftige Kommunikation - selbst im Nahbereich - zeitweise völlig unmöglich machen. Auch von der Klangqualität kann der CB-Funk mit LPD, Freenet und PMR446 kaum mithalten.

 

Hier sei im Zusammenhang auch das Thema Selektivruf CTCSS und DCS genannt. Immer wieder kommt die Frage auf, brauche ich denn das?

Wir meinen:

Jein! Wir haben eine ALAN456 bei uns im Dauerbetrieb. Bisher hörten wir sehr wenige andere Funkgespräche, oft schwach und weit entfernt. (Stand: August 2002) Es ist allerdings damit zu rechnen, daß die Frequentierung mit der Zeit mehr werden wird, aber eine Frequenzbelegung wie im CB-Funk wird wohl nie passieren. Wer in Kleinstädten oder auf dem Land lebt wird wohl auch in Zukunft eher erfreut sein, mal andere zu hören...

Wer sollte ein Gerät mit bzw. ohne CTCSS und Co kaufen? Wir meinen:

 

Situation: CTCSS und Co JA! CTCSS und Co weniger wichtig
Kleinstadt, gelegentliche Kommunikation, Wanderungen, etc.   X
Großstadt X  
Veranstaltungen, Konzerte, Autorennen, etc. X  
Babyruf X, wenn Großstadt X, nein wenn Kleinstadt, ländliche Gebiete
Kolonnenfahrten, Fahrschulen   X
Baustellen, etc. X, wenn Großstadt und es ärgerlich wäre, wenn ein "Zwischenfunker" eventuell mal zu hören wäre...  

Aber natürlich schadet es nicht, wenn man CTCSS und Co hat...

 Wer darf  LPD, PMR446 und FreeNet nutzen ?

 
LPD, FreeNet , CB und PMR446 sind in Deutschland zugelassen für jedermann und anmelde und gebührenfrei. Das gilt aber NICHT für andere Länder!

 LPD, PMR446, FreeNet und CB-Funk im Ausland

 
PMR446 

obwohl als "echte europäische Lösung" im Kurzstreckenfunk erdacht, gibt es in einigen europäischen Ländern Einschränkungen. So kennen einige Länder Begrenzungen in der Verwendung der Kanäle, oder akzeptieren keine Kombigeräte mit LPD/PMR446 Dualband-Funktion.

 Hier eine Liste, in welchen Ländern PMR446 Funkgeräte zugelassen sind!  und hier noch eine weitere Liste von CEPT.Org

LPD

LPD Funkgeräte sind in diversen europäischen Ländern zugelassen, aber nicht in allen. Auch hier kann man über cept.org weitere Informationen erhalten.

FreeNet Funk

Wie hier schon mehrfach aufgeführt, ist Freenetfunk "mehr eine reine deutsche Lösung" und vor Reisen ins Ausland sollte man sich unbedingt bei den dortigen zuständigen Stellen erkundigen, ob die Mitnahme bzw. Nutzung solcher Geräte dort zugelassen sind. 

CB-Funk

Der CB-Funk hat sich weltweit recht unterschiedlich entwickelt. Zwar haben sich viele Länder am US-Amerikanischem System orientiert (40 Kanäle AM/SSB), jedoch bestehen teilweise recht unterschiedliche nationale Lösungen. 

Moderne CB-Funkgeräte lassen sich auf diverse unterschiedliche europäische Normen umschalten. Dieses kann (darf) dann bei Grenzübertritt vorgenommen werden. Leider gibt es Länder, die diese moderne und sicherlich logische Möglichkeit der Anpassung nicht akzeptieren, selbst wenn man das Gerät auf die im Land erlaubte Norm einstellt!

Und so können die umschaltbaren Multikanalnormen bei einem modernen CB-Funkgerät aussehen
 
Ländercode
Land
Einstellungen
01
Italien / Spanien
40 Kanäle AM und FM 4Watt
02
Italien
34 Kanäle AM und FM 4 Watt
03
Deutschland
80 Kanäle FM 4 Watt und 40 Kanäle (CH1 bis 40) AM 4 Watt, sowie SSB mit 12 Watt
04
Deutschland
40 Kanäle FM 4 Watt und Kanal 4-15 mit AM 1 Watt (Dieser Ländercode kann bei neueren Geräten auch ersetzt sein durch: Kanal 1 bis 80 mit 4 Watt FM und Kanal 1 bis 40 mit AM 4 Watt und SSB mit max. 12 Watt)
05
Europa/Frankreich
40 Kanäle AM und FM 4 Watt
06
CEPT
40 Kanäle FM 4Watt
07
UK (England)
40 UK-Frequencies FM 4 Watt + 40 Kanäle FM 4 Watt CEPT
08
Polen
40 Kanäle AM und FM 4 Watt mit speziellen Polen-Frequenzen
 
Hinweis: nicht in Österreich zugelassen

Anmerkung: Die Erfahrung hat gezeigt, dass es oft nicht einfach ist, vernünftige - oder besser gesagt - korrekte Antworten auf diesen Themenbereich zu Bekommen. Anwender berichteten uns immer wieder, dass besonders ausländische Behörden und dortige zuständige Stellen entweder gar nicht, oder nur "schwammig und falsch" antworteten. Hier muss man leider sagen: Wer viel fragt... bekommt vielleicht ne brauchbare Antwort... 

 

Sind LPD, PMR446 und FreeNet eine Alternative zu Handy´s und Co ?

Nein! Kann man mit LPD, PMR446 oder FreeNet Handfunkgeräten telefonieren? Nee! Also ist der oft in Werbungen (indirekt) gezogene Vergleich doch eher ein Werbegag. 

Jedoch können Sie bei  Kommunikationen über kurze Entfernungen jede Menge Geld sparen... Auch in Gebieten wo Handys nicht funktionieren sind LPD, PMR446 und FreeNet eine Alternativ. 

Wer allerdings über viele Kilometer eine gesicherte Kommunikation benötigt, wird schnell an die Grenzen von LPD und FreeNet bzw PMR446 stoßen. Hier raten wir eher zu richtigem Betriebsfunk, Bündelfunk oder  Handys. 

 

"Die Lüge mit der Standby-Zeit"...

Was möchte Sie hören? 1 Stunde, 2 oder 3 oder doch lieber 10, 20 oder 30 Stunden?? oder noch mehr???  

Alles kein Problem! Denn so kann die Frage NICHT angegangen werden, weil: 

Ganz entscheidend ist, WIE OFT bzw. WIE LANGE wurde gefunkt! Der Empfang kostet wenige Leistung, zumal viele moderne Funkgeräte nach einiger Zeit in den sog. Sleep-Modus umschalten. Richtig belastet wird aber der Akku (bzw. Batterien) beim SENDEN!

Nun zur "Lüge" (naja, ist ja eigentlich keine... nur Auslegungssache... :-) Möchte man VIEL Standbyzeit, so gehe man von WENIG SENDEZEIT aus. (weniger 90% Empfang zu 10% Senden) Das klingt gut, ist aber oft nicht realistisch. Wird gar nicht gefunkt, dann können fast alle PMR446 Funkgeräte mit frischen Batterien /Akkus durchaus "ne Nacht lang oder länger" durchhalten. Wer allerdings ein ausgeprägtes "Sendungsbewusstsein", sollte nicht mit mehreren Stunden rechnen. Hierzu genaue Aussagen zu machen, ist schwierig. Folgende Faktoren können hier eine Rolle spielen:

  • Wie oft und wie lange wird gesendet (wichtiger Punkt)

  • Akkutyp

  • Gerätetyp  

  • Sendeleistung (so halten z.B. "umgebaute Geräte" deutlich weniger lange durch!) Leistung kostet eben...

  • Wer Geräte z.B. einen ganzen Arbeitstag lang nutzen möchte, der sollte zur Vorsicht lieber gleich Ersatzakkus vorhalten.

Anmerkung:

Einige Hersteller versuchen mittlerweile verständlichere ca. Angaben zu Standby-Zeiten zu machen - unter Berücksichtigung der % Zahlen zwischen Empfang und Senden. Letztendlich sollten diese Angaben aus unserer Sicht aber nur als grobe Einschätzungen gewertet werden.

12. Für wen eignet sich  welches System?

Wir haben anhand der nachfolgenden Liste einmal versucht, eine - natürlich total unverbindliche ! - Empfehlung zu geben, wer welches System nutzen könnte. 0 = ziemlich ungeeignet

 

Nutzergruppen: LPD PMR446 FreeNet-Funkgeräte CB Funkgeräte
Fahrschulen x0 xx xx x0
Wandergruppen x0 xx xx x0 (siehe hier)
Straßenbau xx bis 0 xx xx x0
Antennenbau xx xx xx xx
Sportschifffahrt 0 xx x x( Achtung nur in DL ! ) bis 0 x0
Bühnenbau, etc. xx bis 0 xx xx x0 eher 0
Werksgelände 0 bis x xx xx 0 wenig x
Automobilsport* 0 xx bis 0 xx ( Achtung nur in DL ) bis 0 x - wenn fest eingebaute Geräte. Störungen möglich
Einsatz in Discos, etc. xx bis 0 xx xx 0

*= mit geringen Reichweiten ist zu rechnen. ( weil keine Aussenantennen erlaubt )

 

Insgesamt gesehen, gehört die Zukunft ganz klar dem PMR 446 Funksystem. Folgende Gründe sprechen für PMR446:

  • in vielen europäischen Ländern zugelassen.
  • relativ hohe Sendeleistung mit max. 500mW.
  • kaum Störungen zu erwarten
  • Bedingt durch den großen Markt ( alle Länder in denen PMR446 zugelassen ist ), gibt es eine grosse Modellvielfalt und Modelle von sehr preiswert bis hin zu Profimodellen.
  • 8 Kanäle werden - nicht nur durch die weiteren virtuellen Kanäle - auch in Großstädten fast immer mehr als ausreichend sein.

 

Gebühren, Anmelden, etc.

LPD, PMR446, CB und FreeNet sind in Deutschland anmelde- und gebührenfrei für jedermann. 

 Unterschiede zum CB-Funk

Auch der CB-Funk ist ein Jedermannfunk und darf entweder gebührenfrei oder mit Anmeldung und geringen monatlichen Gebühren von Jedermann genutzt werden. Die Reichweiten sind im CB-Funk höher, da Handfunkgeräte, Mobilgeräte und Feststationen zugelassen sind.

Das stimmt aber nur begrenzt, denn CB-Funk ist im Kurzwellenbereich auf 27 MHz. Störungen - nicht nur durch regionale CB-Funker - aus dem Ausland sind häufig und in Zeiten starker Sonnenfleckenaktivitäten fast täglich. 

Die Signale sind so stark, daß Sie Stationen aus Italien, Polen oder Frankreich lauter und kräftiger hören können, als benachbarte Stationen. Das freut natürlich einige Hobbyfunker, die jetzt " weltweiten Funkverkehr " machen können, ist aber im (halb) kommerziellen Einsatz sehr störend. Die Kanalbelegung ( es gibt 40 bzw. 80 Kanäle ) ist in Ballungsgebieten sehr hoch. Gesicherte Kommunikation eher Glückssache. 

PMR446 Handfunkgeräte können durchaus CB-Handfunkgeräte in der Reichweite schlagen, was begründbar ist durch die Tatsachen, daß der CB-Frequenzbereich störungsbehafteter ist, die Sprachqualität nicht an PMR446 rankommt und der Wirkungsgrad der CB-Handfunkantennen sehr gering ist. Teilweise "verdampfen" 90% der Sendeleistung bei CB-Handfunkgeräten, durch schlecht angepasste Antennen.

 Unterschiede zum Amateurfunk

 
LPD, PMR446 und FreeNet nutzen nur einen ganz kleinen oder ähnlichen Frequenzbereich mit wesentlich weniger Sendeleistungen als im Amateurfunk üblich. Liz. Funkamateure haben je nach Genehmigungsklasse Kurzwellenzugang, UKW-Frequenzen und Sendeleistungen bis zu 750 Watt. Weltweiter Funkverkehr - auch über Amateurfunk-Satelliten - ist möglich!

Sind Sie reif für Amateurfunk? Hier können Sie online schon einen kleinen Test machen!

 Unterschiede zum Betriebsfunk

 

CB, LPD und PMR446 sind anmelde- und gebührenfrei. Für Jedermann. Betriebsfunk ist dieses nicht und es werden in der Regel auch keine Zulassungen an Privatpersonen vergeben, sondern nur an Firmen. In Deutschland gibt es Betriebsfunk auf den Bändern 4m (Energieversorgungen, Forstwirtschaft) 2m (diverse Firmen) und 70cm (diverse Firmen). Der wesentliche Unterschied zum PMR446 besteht darin, dass im Betriebsfunk höhere Sendeleistungen (6 Watt), sowie Handfunkgeräte und Heimstationen zugelassen sind. Daraus ergeben sich völlig andere Anwendungsmöglichkeiten. Typische Reichweiten im Betriebsfunk sind ca. 10 Km. Je nach Standorten auch mehr. 

Die Bundesnetzagentur kann hier Auskunft geben, ob man eine Genehmigung bekommt. Privatpersonen können sich aber die Anfragen sparen, da Betriebsfunk - wie der Name schon sagt - BETRIEBS-Funk und nicht Privat-Funk ist. Betriebsfunkgeräte sind viel teurer als PMR446 und Co. Mehrere hundert Euro pro Gerät sind die Regel. Weitere laufende Gebühren kommen ebenfalls hinzu.

Ob sich die Anschaffung einer Betriebsfunkanlage lohnt, hängt auch davon ab, in welcher Branche man arbeitet. Stadt-Kurierdienste werden sicherlich mit Betriebsfunk eine Alternative zu Handys haben, aber auch die im Betriebsfunk begrenzten Reichweiten ersetzen keine Handys. Wer nur ein bis Funkgespräche pro tag führen muss, sollte unbedingt mal eine Kosten-Nutzen-Rechnung gegenüber Handys anstellen. Auch im Betriebsfunk ist man nicht alleine! Eine exclusive Frequenzvergabe ist extrem selten. Also auch im Betriebsfunk. Störungen durch andere Nutzer sind absolut möglich.

 

 Eignet sich LPD, PMR446 oder FreeNet als " Notfunk oder Notruf-System " ?

Wir sagen NEIN! Nur, wenn Sie selber ständig in Empfangsbereitschaft sind und Ihre Gegenstation ständig hören können und Zugang zu Telefonen haben. Als einsamer Wanderer, der auf Hilfe von Ausserhalb hofft, könnten Sie als " zweiter "Ötzi "in die Geschichte eingehen "...

Nur mit Feststationen, mobilen Geräten und fester Rufnamenzuteilung könnte man - unserer Meinung nach - eine Art Notfunksystem aufbauen. Doch dazu müßten Polizei, Autobahnmeistereien und andere Behörden und Institutionen mitmachen. Dazu würde sich nur PMR446 eignen, wenn überhaupt.

Anmerkung: Trotz dieser Einschränkungen, kann natürlich besonders das PMR446 System helfen, Leben zu Retten. Es hat die grösste Verbreitung und somit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man gehört wird. Z.B. im Falle, wenn ein Verschütteter auf sich aufmerksam machen möchte. Das ändert aber nichts an den vorherigen Zeilen.

 Was ist eigentlich was?

 

CTCSS Sub Ton Audio Squelch. Selektivruf-System, siehe weiter oben.
DCS ähnlich CTCSS
DTMF ähnlich CTCSS
Vox Bei Vox-Betrieb fängt das Funkgerät automatisch bei Geräuschen! an zu Senden. Gut für z.B. Raumüberwachungen.
Standlader  besser Standladegerät. Verfügt das Handfunkgerät über Ladekontakte und der Hersteller bietet einen passenden Standlader an, so können Sie das Gerät direkt zum Akku-Aufladen in den Standlader stellen. Achtung! Viele Standlader laden nur NICD Akkus und keine NIMH Akkus auf. Wer stärke NIMH Akkus "richtig!" aufladen will, sollte dafür ein NIMH-Ladegerät benutzen.
Headset Kopfhörer-Mikrofon-Kombination. Auch Boom-Mike, Rüssel-Mikrofon, etc. genannt.
NICD, Lithium und NIMH NICD sind die preiswerteren Akkus mit längeren Aufladezeiten. NIMH ( Nickel Metall Hydrit ) Akkus haben mehr Power und sind schneller aufladbar. Auch der berühmte Memoy-Effekt ist NIMH Akkus unbekannt. Lithium Ionen Akkus sind gegenüber NiCd und NimH leichter und erreichen oft dabei noch eine höhere Kapazität.
Memory-Effekt  NICD-Akkus "lernen" bei den ersten ca. 3 Aufladungen. Wird der Akku z.B. mit einem zu schwachen Ladegerät aufgeladen, so "merkt" er sich dieses. ( so kann schnell mal aus einen 900 mAh Akku ein wesentlich kleiner werden...)
PMR(446) PMR steht für Public Mobile Radio. In England und anderen Ländern versteht man darunter durchaus auch anmelde- und gebührenpflichtigen (Betriebs)-Funk. PMR446 ist eine "Drosselung und auf Jederrmann-Funk-Anforderungen angepasstes System " und in vielen Ländern einheitlich zugelassen und ebenfalls in vielen Ländern anmelde- und gebührenfrei.
Dual-Watch Zwei-Kanal-Überwachung. Das Funkgerät überwacht im schnellen Wechsel zwei Kanäle. Wird eine Aktivität gefunden, so stoppt Dual-Watch.
Call-Funktion Rufton. Sie können einen Call-Ton vor der eigentlichen Aussendung senden und so Aufmerksamkeit beim Empfänger schaffen.
RX/TX RX = Empfänger  TX = Sender
Batterie-Sparfunktion Einige Modelle sparen Energie, in dem sie ihren Empfänger im sehr schnellen Wechsel "schlafen" schicken. Das heisst, diverse Funktionen werden einfach weggeschaltet. Dadurch wird Energie gespart. Die Aufweckzeiten (Reaktionszeiten) sind sehr schnell und Sie bemerken fast nie, dass Ihr Gerät in dieser Funktion geschaltet war.
Scrampler Möglichkeit Aussendungen verschlüsselt zu senden. Allerdings sollte man das als nicht wirklich sicher betrachten. Andere Anwender mit identischen Gerätemodellen und einige Funkscanner können das wieder dekodieren.
Vibrator :-)  Das Gerät fängt an zu vibrieren, wenn es angefunkt wird.
SCANNEN Hier wird zwischen SCAN und SEEK bzw Search unterschieden. Bei SCAN sucht der Empfänger die (bei PMR446 8) Kanäle nach Aktivitäten ab und stoppt wenn eine gefunden wird. Ist die Aktivität beendet so starten fast alle Modelle wieder mit SCAN. SEEK und SEARCH gibt es bei PMR446 nicht?. Hier wird eine Aktivität gesucht, wenn eine gefunden wird, wird kurz angehalten und der Suchlauf startet automatisch wieder, egal!, ob die Aktivität noch aktiv ist.. Bei SCAN geht es bei einigen Modellen auch "umgekehrt" Der Empfänger sucht einen freien Kanal.
HF und NF Leistung HF ist die Sendeleistung, NF die Audio. Typische NF-Leistungen bei Handfunkgeräten sind ca. 100 mWatt. Klingt wenig, ist aber durchaus NICHT leise...
Ist 500 mWatt Sendeleistung viel? eigentlich ja! Auch Handfunkgeräte anderer Systeme haben nicht wesentlich mehr Power. Es gibt zwar einige (Amateurfunk)-Handfunkgeräte, die ca. 5 Watt "machen können", dieses aber oft nicht! mit Standard-Akkus schaffen. Auch ist das keinesfalls eine Verzehnfachung der Reichweite!!
SMA, BNC, PL, N Antennenbuchsen-Systeme, wobei SMA immer beliebter wird und BNC langsam verdrängt. Grund: Kleiner und durchaus auch für höhere Frequenzen geeignet.
FM Modulationsart. Auch AM, SSB, Morsen, etc. sind Modulationsarten. Theoretisch kann man alle Modulationsarten auf allen Frequenzbereichen einsetzen...
Kanalraster, Channel-Step "Frequenz-Sprung" zwischen den einzelnen Kanälen.
Empfänger-Empfindlichkeiten heikle Sache... Üblicherweise in µV oder dB angegeben. Tipp! Besonders das lesen, was hinter µV steht...
Monitorfunktion fast alle PMR446 Handfunkgeräte haben eine fest eingestellte Rauschsperre. Oft auch als automatische Rauschsperre bezeichnet. ( eigentlich nicht immer richtig, weil die Geräte die Rauschsperren nicht nachregeln...) Mit der MONITOR-TASTE können Sie schnell die Rauschsperre öffnen und so "komplett" in den Kanal reinhören.
Outer Range Einige wenige Modelle verfügen über diese Funktion. Bei Outer-Range "unterhalten" sich min. zwei gleiche! Modelle, ob noch eine Kommunikation untereinander möglich ist. Ist eine Kommunikation nicht mehr gewährleistet, so warnen die Geräte. Diese Funktion kann - je nach Hersteller - auch anders bezeichnet sein.
Mignon, Mikro oder was? Mignon oder AA Batterien/Akkus sind die alt-bekannten kleinen Batterien/Akkus. Mikro ist noch etwas kleiner (AAA). Dieser Batterietyp wird immer beliebter, weil dadurch die Geräte noch kleiner werden können. Allerdings haben die AAA´s nicht die Power der AA´s...( Standby-Zeiten...)
S-Meter, Feldstärke-Anzeige Zeigt bei Empfang die (sehr) relative! Empfangs-Feldstärke der empfangenen Signale an. Dadurch kann man mehr- oder minder abschätzen, wie weit die Gegenstation entfernt ist.
PTT Sendetaste
Mikrofon-Adapter Einige Modelle haben einen "sehr eigenwilligen" Mikrofon-Anschluß. Adapter stellen eine Brücke zu gängigeren System her. Auch bei Interkom-Funktionen (oft) notwendig.  Und hier finden Sie weitere Informationen zu Mikrofonstecker Belegungen bei Handfunkgeräten.
  weitere FAQ´s auch hier!

 Allgemeine Tipps: ( alles mega unverbindlich..)

 

Ich muß viele Geräte gleichzeitig nutzen.  Tipp! Wenn Sie z.B. 10 Geräte gleichzeitig nutzen wollen und das einen ganzen Arbeitstag lang, so halten Sie lieber min. 12 Geräte und Wechsel-Akkus unter Dampf. Sie vermeiden so Wartezeiten, wenn ein Gerät leere Akkus hat...
Ich will ganz alleine auf einen Kanal sein... Geht nicht! Auch nicht mit CTCSS und Co! SIE hören zwar mit CTCSS und Co nur Ihren Gesprächskreis, aber die Frequenz bleibt u.U. belegt und andere Sprechfunkverkehrsteilnehmer ( ja,ja so heisst das im BOS-Funk...) können SIE hören und stören. Es gibt keine Privat-Kanäle!
Bin Biker und will auf meinen Mopped eine externe Antenne anbringen... verboten!  PMR446 soll ein Kurzstreckenfunk sein und bleiben. Deshalb sind solche Hilfsmittel absolut bei Strafe verboten. Das gilt auch für andere Tuning-Formen! Jetzt zur Theorie: Eine abgesetzte Antenne muß zur besseren Abstrahlung einen metallischen Untergrund haben. Nicht Alu. Sie sollte frei und möglichst hoch positioniert werden. Achtung! TÜV und Co fragen, ob das Anbringen solcher Dinge an Ihrem Fahrzeug erlaubt ist.!!! Sonst wieder Mega-Strafe(n)...! Theoretisch kann eine solche Antenne in etwa die Reichweite verdoppeln.

Seit einiger Zeit gibt es (zugelassene) Modelle, die eine abgesetzte Magnetfussantenne bereits ab Werk haben.

OK, dann trage ich die Funke eben in der Jacke. Gute Einsicht... :-) Aber! Die Reichweiten schrumpfen enorm! Gehen Sie dann lieber von 100 bis einige hundert Meter Reichweiten aus. Komischerweise sind Autobahnen kein idealer Standort für höhere Reichweiten.
Bei 280 Km/h will ich beide Hände am Lenker haben und keine PTT-Taste mehr drücken, dafür aber eine VOX-Funktion nutzen... Keine gute Idee...! Erstens, weil ganz schön schnell und zweitens rauscht es ganz bestimmt unterm Helm. Tja, dann geht das Funkgerät auch auf Sendung, weil nur sehr teuere Vox-Systeme Sprache von Geräuschen unterscheiden können. Ausnahme: Sehr teure VOX-Systeme!
Interkom-Funktion Einige Modelle haben zusätzlich eine Interkom Funktion zwischen Fahrer und Beifahrer. Sie benötigen je nach Modell ein zweites Headset und ein Mikrofon-Adapter für den Interkom-Anschluß. Ebenfalls modellabhängig ist auch, ob der Interkom-Nutzer auch funken kann.
Ich brauche mindestens 10 Km oder mehr Reichweite... (weiter träumen... :-) )

Es sei denn, Sie sind gerade auf dem K2.... (hehe). OK, Spass beiseite. Das Thema Reichweite ist immer wieder Grund für "Meinungsverschiedenheiten". Reichweitenangaben sind immer sehr relativ zu sehen. So ist z.B. eine extrem schlechte Konstellation, wenn die Funkteilnehmer ihre Geräte dicht am Körper tragen und das Gelände "hügelig" oder dicht bebaut ist. Topp hingegen sind freie und erhöhte Standorte. Zum Trost sei gesagt, dass auch andere leistungsstärkere Handfunkgeräte, als die PMR446 Modelle, hier in der Regel kläglich versagen... ( lachen Sie lieber, wenn Sie im nächsten Film jemanden in eine Keksdose sprechen und über hunderte von Kilometern funken sehen...)

und was ist mit Stahlbeton und Co? auch nicht gut! Gerade höhere Frequenzen wie 446 MHz durchdringen Mauern und Gebäude teilweise extrem unlogisch. So sind z.B. Verbindungen zwischen zwei abgeschlossen Gebäuden oder Stockwerken fast immer unmöglich - auch wenn nur wenige Meter dazwischen liegen. Hier hilft nur probieren und testen.
Ich will andere nicht stören... nette Idee, aber nicht immer machbar. PMR446 ist anmelde- und gebührenfrei. (u.a. in Deutschland) Das bedeutet auch Ihr Nachbar kann ON AIR gehen! Allerdings kommt es (noch) selbst in größeren Städten und Gemeinden zu keiner sehr großen Frequenzbelegung. Und irgendeiner der 8 möglichen Kanäle wird immer mehr oder minder frei sein.
Elektro-Smog auch heikel. Gerade bei Mobilfunk wird dieses Thema immer wieder hochgekocht. Wir finden: Teilweise zu recht. Auch PMR446 Funkgeräte "strahlen" wie andere Funkgeräte auch. 

Nach unseren Wissenstand solte von keiner Gesundheitsgefährdung ausgegangen werden, zumal ja nicht ständig gesendet wird. Allerdings wird das wohl die Zukunft zeigen... 

Ob man deshalb auf den Einsatz von (PMR446)- Funkgeräten generell verzichten soll, muß jeder für sich entscheiden. Da uns hierzu einfach genaue Kenntnisse fehlen, können wir keine klaren Aussagen machen. Hierzu sollten Sie wirkliche Fachleute befragen.

Klingt PMR446 besser als CB-Funk? ja!
Störungen bei PMR446/LPD/Freenet wenig bis keine. (gemeint hier KFZ Störungen, atmosphärische, etc.)
Noch mal Reichweite(n): Ich will von Haus zu Haus funken. Entfernung ca. 500m geht nicht immer. Ungünstige Sender- und/oder Empfänger-Standorte können 500m "sehr weit erscheinen lassen" Günstiger Standort, günstige Lage, geringe Bebauung = gute Chancen.
Kann ich Polizei und Co stören? Mit PMR446 üblicherweise nicht... :-). Polizei und andere Funkdienste nutzen üblicherweise andere Frequenzbereiche.
PMR446 und USA, etc. siehe auch weiter oben! Keine gute Idee, weil dort verboten.
und nun? OK, Sie wollen einen Tripp durch USA oder einen anderen Land machen, wo PMR446 verboten ist? Dann sollten Sie wohl oder übel im Urlaubsland solche Geräte kaufen und dort auch lassen! Denn was für PMR446 gilt, gilt z.B. auch für FRS...
Wir fahren mit mehreren Fahrzeugen in den Urlaub. Wie weit kann gefunkt werden? hunderte von Metern. 
Kann ich verschiedene PMR446 Modelle "mixen"...? alle zugelassenen PMR446 Handfunkgeräte können untereinander kommunizieren. Leider kommt es sehr vereinzelnd zu Problemen, wenn CTCSS benutzt wird. Allerdings selten.
Passt alles Zubehör für alle Geräte? Nein!
Kann ich Netzgeräte, oder Zigarettenanzünderkabel an PMR446 Funkgeräten als Stromversorgung anschließen. nein! 

Aber: Seit einiger Zeit gibt sog. "Blind-Akkus" als Zubehör für einige Geräte. Speziell bei Modellen mit Akkurückwand. Diese "Blind-Akkus" - oder besser Leergehäuse mit Kabel und Zigarettenanzünderstecker ermöglichen so eine entsprechende Stromversorgung.

Wie lange halten die Geräte durch? siehe weiter oben.
nicht alles beantwortet? Tel. 0421-609850-0 - Bitte Geduld !
einen haben wir noch... Wer sollte lieber NICHT PMR446 und Co nutzen? Wir meinen: Alle die, die eine gesicherte Kommunikation benötigen, wichtige Dinge zu erzählen haben und schlichtweg mit den ca.- Reichweiten nicht auskommen. Auch ist PMR446 kein Spielzeug.

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