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Thema: "Die beste Scanner-Antenne der Welt" - schnell und einfach erklärt

Beispiel einer Discone Beispiel einer "Scanstick", etc. Scanner- Antenne Beispiel einer Log Periodic Richtantenne

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Der Wunsch nach einer starken Empfangsantenne ist verständlich, soll doch oft möglichst "viel empfangen" werden - und wenn es geht, dann bitte auch möglichst mit einer kleinen unauffälligen Antenne. 

Na, klar, machen wir. Kein Problem! Soweit die Werbung. Die Realität sieht aber fast immer anders aus.

Doch bevor wir weiter ins Detail gehen, eine Info vorab.

Was unterscheiden Funkantennen von sog. Scannerantennen (Empfangsantennen)

Funkantennen sind "richtig" auf einen Frequenzbereich abgestimmt. Das ist besonders beim Senden wichtig, damit die Sendeendstufen der Funkgeräte nicht kaputt gehen. 

Fehl angepasste Antennen strahlen nicht alle Sendeleistungen ab, geben diese teilweise wieder an die Sendeendstufen zurück. Diese fangen dann mächtig an zu "Schwitzen" - und irgendwann macht es knack, die Endstufen sind hin.

Bei Empfangsantennen ist das anders. Zwar ist auch hier eine gute Anpassung wichtig, aber wenn es mal nicht ganz so ganz passt, dann ist es nicht schlimm. 

Außer verminderter Empfangsleistung, passiert erst einmal nichts. Den Empfängern ist es egal, ob eine Antenne gut oder schlecht angepasst ist.

 

Und damit kommen wir auch zu den sog. "Scannerantennen"

Scanner-Antennen sind in aller Regel nicht auf einen kleinen Frequenzbereich festgelegt, sondern sollen einen möglichst großen Frequenzbereich empfangsseitig abdecken. Einige Hersteller greifen hier zu "Tricks" und passen z.B. über Spulen, etc. bestimmte Frequenzbereiche an. So können diese Antenne für verschiedene Bereiche genutzt werden ohne mechanische Anpassungen. 

Allerdings setzt hier auch die Physik Grenzen und eine ca. 100cm lange Scanner Stationsantenne kann vielleicht um 100 MHz einigermaßen gut laufen, aber weder bei  auf Kurzwelle, Mittelwelle, Langwelle oder 1000 MHz und mehr.

In den ca. 1980 Jahren als für viele Funkscanner noch ca. 25 - 550 MHz eine echte Top Leistung darstellte, gaben nicht wenige Antennenhersteller für ihre Scanner Antennen auch "Nutzbarer Empfangsbereich von 25 - 550 MHz" an. Im Laufe der Zeit wurden die Angaben (nicht die Antennen :-) den aktuellen Empfangsmöglichkeiten der Funkscanner angepasst... ... Lassen wir das einfach mal so stehen...

Die Alternative zu den o.g. Scannerantennen bedeutet für jeden bevorzugten Frequenzbereich eine angepasste Antenne. Dann werden Haus und Wohnungen schnell zu "Antennenigeln", preislich auch nicht immer attraktiv und... man muß ja nicht immer die letzt Stückchen Empfangsleistung herausquetschen.

Beim Scannerempfang gilt: Ist man mit dem Empfang zufrieden, so ist es gut. Es würde vielleicht noch bessere Empfangsmöglichkeiten geben... und für diese dann auch... usw...  

Wer platztechnisch 2 Antennen aufbauen kann und einen Empfänger mit entsprechenden Frequenzbereichen betreibt hat mit folgender Doppelspitze eine gute Empfangsanlage.

  • Drahtantenne (darf auch eine für Sendebetrieb sein) für Lang- Mittel und Kurzwelle.
  • Discone oder "Scannerantenne" wie die Superscanstick Base2 oder DX2000 für Frequenzen über 30 MHz

Merke: Scannerantennen sind nicht immer die beste Wahl für eine bestimmte Frequenz, aber fast immer die beste Wahl für viele Frequenzen.

 

Discone Antennen

Discone Antennen sind sehr breitbandige Antennen mit vertikaler Polarisation. Bis auf wenige Ausnahmen immer als Stationsantennen ausgelegt.
 
Der grosse Vorteil dieser Antennenart liegt darin, dass ihre Impedanz nicht von der Frequenz, sondern von der Bauform abhängig ist. (Groesse) Moderne Discone Stationsantennen haben oft zusätzlich noch einen Vertikalstrahler.
 
Typische Einsatzbereiche sind: Monitoring, Funküberwachung, als Scanner-Antenne, aber auch im Amateurfunk oder für Servicezwecke. Die oberen waagerechten Stäbe sind die "DISC" und die unteren die "CONE" - wobei Discone Antennen - auch Kegel-Antennen genannt werden.

Viele Discone Antennen können auch in einigen Frequenzbereichen sendeseitig genutzt werden. Z.B. im 2m oder 70cm oder 900 MHz Frequenzbereichen. Zwar erreichen die Disconeantennen hier eher Leistungswerte typischer Mobilantennen, aber für Service- und Messzwecke eine schöne Sache.

Discone Antennen sind oft sehr ausladende Gebilde und benötigen entsprechenden Aufbaufreiraum. Alternativen sind hier (nur Empfang) Scannerantennen, wie DX2000, Superscanstick Base 2, etc.

 

Log Periodic Richtantennen

Diese spezielle Art der Richtantennen ist ebenfalls wie Discone Antennen sehr breitbandig. Hier ist fast immer der nutzbare Frequenzbereich sendeseitig UND empfangsseitig nutzbar. Allerdings "arbeiten" - je nach genutzter Frequenz immer nur eine bestimmte Anzahl von Elementen und immer die "ganz Antenne". Je höher die genutzte Frequenz, um so mehr Elemente haben Pause..

Klare Vorteile dieser Antennenart

  • Richtwirkung
  • Großer Frequenzbereich

Weniger optimiert

  • Gibt stärkere frequenzselektive Richtantennen
  • Je nach Modell fast immer nur horizontal nutzbar (Vertikal ggf. mit GFK Standrohren)

 

Zusammenfassung

Typische Scannerantennen sind nicht die Boliden unter den Funkantennen, ermöglichen aber mit deutlich weniger Aufwand, als mit frequenzselektiven Antennen, "brauchbaren Scannerempfang".

FAQ

  • Sollte man nicht gleich lieber eine Funkantenne nehmen, die auch sendefähig funktioniert ?

Ja, wenn man wirklich nur einen kleineren speziellen Frequenzbereich hören möchte und vielleicht auch mal plant sendeseitig die Antenne zu nutzen. Wer "mal hier mal da hört", sollte eher zur Scannerantenne greifen.

  • Im bereite mich auf eine Amateurfunkprüfung vor, soll ich trotzdem eine Scannerantenne erst einmal nehmen?

Eher nein. Eine typische 2m/70cm Dualband Stationsantenne kann auch für Scannerempfang herhalten. Nach bestandener Prüfung steht dann nicht mehr die Frage ggf. im Raum "wo noch Antenne(n) hinbauen...

  • Ich habe an einer bestimmten Stelle Empfang an anderen weniger oder gar nicht

Ist so. Je nach Frequenzbereich kann dieser Effekt sehr stark sein. Teilweise reichen wenige Meter oder weniger und die Empfangsergebnisse sind völlig unterschiedlich. 

Das liegt u.a. an

  • Frequenzbereich
  • Eigenem Standort (geografisch UND Haus, Wohnung, Auto, wo auch immer..)
  • Geografischer Standort des Senders

Wie weit kann ich hören?

Mehr hierzu habe ich HIER geschrieben

Antennen mögen aussen - oder vom Fischen im Trüben

Kurz: Die beste Antenne nützt nichts, wenn sie an einem Ort aufgestellt wird, wo kaum oder keine Signale sind. Da helfen auch keine Verstärker und Zaubermittel.

Antennen gehören nach draussen, möglichst frei und hoch montiert. Geht das nicht, so Leistungsminderungen fast immer der Fall. 

Aber auch hier gilt: Besser geht immer, ist aber der Empfang wie gewünscht, so ist es gut! 

Digital digital...

Lesen sie HIER mehr zum Thema digital und Funkscanner.

 

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